Jazz Club Chur - Die nÀchsten Veranstaltungen

 

JAZZ CLUB CHUR

Samstag, 9. Januar 2016, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige

 

Joe Haider Jazz Orchestra  -  Keep It Dark

 

NZZ am Sonntag, 20. Dezember 2015:   Joe Haider blickt neugierig zurĂŒck

Joe Haider Jazz Orchestra: Keep It Dark, Double Moon Records, Tournee ab 7. 1. 2016

 

„Am 3. Januar 2016 wird der Komponist, Jazzpianist und MusikpĂ€dagoge Joe Haider achtzig Jahre alt. Zu diesem Anlass schenkt er sich und uns ein Album, das aufhorchen lĂ€sst. Auf „Keep It Dark“ prĂ€sentiert sich der in Darmstadt geborene Wahlschweizer, der von 1984 bis 1995 die Swiss Jazz School in Bern leitete, mit sechs BlĂ€sern, Rhythmusgruppe und dem phĂ€nomenalen jun-gen Kaleidoscope String Quartet. Acht Eigenkompositionen sowie eine Bearbeitung von Duke Ellingtons „The Single Petal of a Rose“ umfassen die in den Hard-Studios in Winterthur eingespielten Aufnahmen. Sie erfreuen durch Vielfalt der Klangfarben, herrlich swingende BlĂ€sersĂ€tze und beherzte Soli. Haider versteht sich blendend mit den Vertretern einer jĂŒngeren Jazzgene- ration: den BlĂ€sern Daniel Blanc, Domenic Landolf, Thomi Geiger, RenĂ© Mosele, Matthias Spillmann und Lucas Wirz sowie Raffaele Bossard am Bass und Dominic Egli am Schlagzeug. Das Wechselspiel mit dem Kaleidoscope Quartet ist höchst ergie-big. Haiders Kompositionen ruhen in der Tradition des Jazz; der Musiker, der in jungen Jahren mit einem Who Is Who des europĂ€ischen und amerikanischen Jazz gespielt hat, blickt aber auch in die Zukunft. Wir gratulieren zum 80. Geburtstag und freuen uns auf die Tournee, die am 7.1. im ZĂŒrcher Jazzklub Moods beginnt. (pap.)“

 

 

 

- alto sax / flute

- tenor- und soprano sax / alt flute / bass-clarinet

Daniel Blanc [mehr / more]

Domenic Landolf [mehr / more]

- tenor- und soprano sax / clarinet / altclarinet

Thomi Geiger

- trumpet / flugelhorn

Matthias Spillmann [mehr / more]

- trombone

RenĂ© Mosele [mehr / more]

- basstrombone / tuba

Lucas Wirz [mehr / more]

- piano / composition & arrangements

Joe Haider [mehr / more]

- acoustic bass

Raffaele Bossard [mehr / more]

- drums & percussion

Dominic Egli [mehr / more]

- string-quartet

mehr / more = im Internet finden Sie unter dem Namen des Musikers/

der Gruppe einschlÀgige Websites mit Biografien, Fotos und Tonbeispielen

Mit Klicken auf "mehr/more" landen sie auf der Website des Musikers!

Kaleidoscope String Quartet [mehr / more]

Simon Heggendorn Violine,  Ronny Spiegel Violine

David Schnee Viola,  Solme Hong, Cello

Zu erwĂ€hnen ist, dass Joe Haider live nicht nur ein herausragender Musiker sondern ebenso ein humorvoller Entertainer und GeschichtenerzĂ€hler ist, was auf dem Tondokument natĂŒrlich zu kurz kommt. Die Musik von „KEEP IT DARK“ ist die orches-trale Quintessenz von Joe Haiders Engagement, den Jazz als lebendige, sich stets neu entwickelnde Form und zugleich als bereichernden Lebensinhalt zu betrachten.

 

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierte Joe Haider seit 1980 in bisher 18 Konzerten mit den verschiedensten kleinen oder mittleren, aber auch mit ganz grossen Besetzungen, und jedesmal war und ist es ein neues Erlebnis. Haider ist die zentrale Figur in der Geschichte des JAZZ CLUB CHUR und ein lieber Freund dazu.

 

Prov. Tournee-Plan: 07.01.16 MOODS/ZĂŒrich, 08.01.16 Bjazz/Bern, 09.01.16 Jazz Club Chur/3 Könige, 10.01.16 Jazz Club Luzern/Casino, 12.01.16 La Marotte/Affoltern a. Albis, 13.01.16 Bayr. Rundfunk MĂŒnchen, 14.01.16 Altes Pfandhaus Köln, 15.01.16 Birds Eye Basel, 16.01.16 Birds Eye Basel, 17.01.16 Chutz Solothurn, 29.01.16 Birdland Neuburg/Donau, 02.07.16 Geburtstagskonzert in Oppligen/BE, 09.09.16 GEMS Singen, 14.10.16 Jazzclub BĂŒlach

 

 

JAZZ CLUB CHUR

Mittwoch, 17. Februar 2016        

 

Echoes of Swing  -  DANCING

 

Die Band prĂ€sentiert uns ihr neues Album'DANCING', das soeben auf ACT music erschienen ist und weltweit vertrieben wird.

(ACT 9103-2;  Vertrieb: musikvertrieb (ch);  http://www.actmusic.com);  Hörprobe:  iTunes

 

Das Album wird wie folgt beschrieben: Ein Ballett durch die Jazzgeschichte - eine verblĂŒffende BezĂŒge herstellende swingende Anthologie zum Thema Tanz im Jazz, bei der nichts klingt, wie man es kennt. Sie beginnt natĂŒrlich bei Johann Sebastian Bach: Eine Gavotte aus der Englischen Suite No. 6, ein barocker Schreittanz also, wird zum melodischen Überzug eines fein swingen-den Schlagzeugsolos. Über James P. Johnsons in einen modernen Jazz-Waltz verwandelten Charleston, Scott Joplins Ragtime Dance, Cole Porters Dream Dancing oder Sidney Bechets Premier Bal geht es bis zu Pixinguinhas brasilianischem Choro Diplo-mata, Bernd Lhotzkys kubanischem Bolero Salir a la Luz und zum stark an Duke Ellingtons exotische Klangmalereien erinnern-den Ballet of the Dunes aus der Feder von Chris Hopkins. Jedes StĂŒck auf DANCING spricht Kopf, Bauch und Beine gleicher-maßen an, und so wird jeder Hörer in diesem weit gespannten Bogen seine Favoriten finden.

 

v.l.n.r:  Colin T. Dawson trumpet, vocal, Oliver Mewes drums, Chris Hopkins altosax, Bernd Lhotzky piano

 

Zwei BlĂ€ser, Schlagzeug und Piano. Diese in der Jazzgeschichte einzigartige, kompakte und wendige Formation erlaubt grösste harmonische FlexibilitĂ€t und bietet Freiraum fĂŒr agiles, feinnerviges Zusammenspiel. Im Mittelpunkt steht immer die Inter-aktion, der improvisierte Dialog, das FĂŒr- und Miteinander.

 

Ohne jede museale Nostalgie schöpfen die vier Musiker beherzt aus dem riesigen Fundus des swingenden Jazz von Bix bis Bop, von Getz bis Gershwin, dabei immer auf der Suche nach dem Verborgenen, dem Exquisiten. Das „Great American Songbook“ und die meisterlichen Aufnahmen vorvĂ€terlicher Helden bilden klumpenfreien Humus fĂŒr die KreativitĂ€t der Combo, die sich in verblĂŒffenden Arrangements, virtuosen SolobeitrĂ€gen und ausdrucksstarken Eigenkompositionen niederschlĂ€gt. Die zeit-gemĂ€ĂŸe Aufbereitung eines enorm abwechslungsreichen Repertoires und nicht zuletzt die humorvolle Moderation und spon- tane BĂŒhnenprĂ€sentation machten das Ensemble schon bald nach der GrĂŒndung zur gefeierten Attraktion vieler namhafter Festivals und etablierten "Echoes of Swing" rasch an der Spitze der internationalen klassischen Jazzszene.

 

Ausgedehnte Tourneen fĂŒhrten das Ensemble quer durch Europa, ĂŒber den Atlantik, nach Japan, Neuseeland und sogar auf die Fidschi-Inseln. Die rasante musikalische Entwicklung der Band ist mittlerweile auf zahlreichen CDs eindrucksvoll dokumen-tiert. Verschiedentlich erhielten ihre TontrĂ€ger Preise, so den Prix de L'AcadĂ©mie du Jazz in Paris und den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

 

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierte diese muntere Truppe 2009 und 2013 in gleicher Besetzung, Colin Dawson und Bernd Lhotzky ausserdem 2011 mit dem Frank Roberscheuten Hiptett, Chris Hopkins 2010 als Pianist mit Dan Barrett’s International Swing Party und 2011, zusammen mit Oliver Mewes, mit Engelbert Wrobel's Swing Special "Tribute to Lionel Hampton".  

 

Colin T. Dawson, geb. 1960 in South Shields (England), Studium am Newcastle College of Art. 1977 erster Auftritt beim Jazz and Heritage Festival der Stadt New Orleans. 1978 Trompetenstunden bei Jazzlegende Jabbo Smith in New Orleans. Auftritte mit Louis Keppard, Preston Jackson, Clark Terry, Ray Brown, Barney Kessel, Buddy De Franco, Milt Hinton, Alton Purnell, Kid Thomas Valentine, Albert Walters, Jake Hanna, Joe Wilder, Harold Ashby, Eddie Durham, Yank Lawson, Bob Haggert, Eddie Locke, Gene Connors, Freddie Kohlman, Chris Barber, Jack Lesberg, Peanuts Hucko, Dusko Goykovich, Scott Hamilton uva. Mehr als 50 CD- und LP-Einspielungen mit u.a. Benny Waters, Billy Mitchell, Butch Miles, Danny Moss, der SDR Big Band (Leitung Paul Kuhn), Sammy Rimington, Trevor Richards uva. Chris Hopkins, geb. 1972 in Princeton, USA, Studium an der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum. Als 22jĂ€hriger Auftritt als Pianist beim "Int. Jazz Festival at Sea" mit Clark Terry, Harry "Sweets" Edison, Butch Miles und Eddie Jones. Ab 1996 bei "Engelbert Wrobel's Swing Society" als Pianist, 1997 GrĂŒndung von „Echoes of Swing“ als Alt-Saxophonist und Leiter. 2001, 2003 und 2006 Europa-Tourneen „Int. Stride Piano Summit“ mit Louis Mazetier, Bernd Lhotzky, Rossano Sportiello sowie Piano-Legende Dick Hyman. 2006 Piano-Duo Einspielung mit Dick Hyman fĂŒr das amerikanische Label Victoria Records. Auftritte und musikalische Begegnungen mit Jackie Williams, Hazy Osterwald, Marty Grosz, Kenny Burrell, Louis Bellson, Dan Barrett, Ken Peplowski, Bucky Pizzarelli, Joe Wilder, Henri Chaix, Bent Persson, Jake Hannah, Scott Robinson, Randy Sandke, Antti Sarpila, Dick Sudhalter, Warren VachĂ©, Howard Alden, Roy Williams uva. Seit 2005 Dozent an der Hochschule fĂŒr Musik Köln. Bernd Lhotzky, geb. 1970 in Tegernsee. Klavierunterricht am Richard-Strauss-Konservatorium und an der Hochschule fĂŒr Musik in MĂŒnchen. Konzerte mit Randy Sandke, Warren VachĂ©, Kenny Davern, Bucky Pizzarelli, Bill Allred, George Masso, Al Casey, Scott Hamilton, Howard Alden, Danny Moss, Dan Barrett, Bob Barnard, Jerry Jerome, Ray Bryant uva. CD's u.a. mit Dick Hyman, Ralph Sutton, Louis Mazetier, Bob Barnard, Trevor Richards. 1998 wird Lhotzky in Paris der “Grand Prix du Disque de Jazz" verliehen. 2001, 2002 und 2004 Auftritte Bernd Lhotzky mit Dick Hyman beim “International Stride Piano Summit" im Rahmen des New Yorker Jazz Festivals “Jazz In July" in der Kaufmann Concert Hall des 92nd Street Y. 2001 wĂ€hlt das Londoner Klaviermagazin “Piano" Lhotzkys Solo-CD “Stridewalk" unter die 10 besten Neuerscheinungen des Jahres. 2005 kĂŒnstlerische Leitung fĂŒr das "Schloss Elmau Swing Festival". Oliver Mewes, geb. 1967 in Köln, Studium an der Musikhochschule Köln. Auftritte mit Harry Allen, Howard Alden, Dan Barrett, Bob Barnard, Till Brönner, Kenny Davern, Bill Dobbins, Lars Erstrand, Paul Heller, Duke Heitger, Jon-Erik Kellso, Hazy Osterwald, Bucky Pizzarelli, Olaf Polziehn, Frank Roberscheuten, Ack van Rooyen, Bobby Shew, Antti Sarpila, Karl Michael Vogler, Jiggs Whigham, Engelbert Wrobel uva. CD's mit Engelbert Wrobel’s Swing Society, Dan Barrett, Bob Barnard, Hazy Osterwald, Olaf Polziehn Trio, Harry Allen, Karl Michael Vogler, The Three Tenors of Swing, Echoes of Swing Orchestra, Echoes of Swing.

 

 

JAZZ CLUB CHUR

Montag, 14. MĂ€rz 2016

 

Franco Ambrosetti All Stars - After The Rain

 

Soeben hat die Band bei enja/Soulfood ihre neue CD “After the rain” veröffentlicht. Sie wird wie folgt angekĂŒndigt (Text: Rolf Thomas, Jazz thing 110, 5. Oktober 2015):

 

„Eine tiefe Verbeugung vor John Coltrane, jenem Musiker, der wohl wie kein Zweiter den Jazz der letzten 50 Jahre geprĂ€gt hat, ist das neue Album von Franco Ambrosetti. Das geht so weit, dass Ambrosetti nicht nur mit „Crescent“ und dem Titelsong (einem der schönsten StĂŒcke, die Coltrane geschrieben hat) zwei sehr bekannte Kompositionen des genialen Saxofonisten interpretiert, auch Ambrosettis eigene StĂŒcke, die den Großteil des Albums ausmachen, sind „in the mood of“ Coltrane ge-schrieben, indem sie zum Beispiel auf dessen Vorliebe fĂŒr spanische EinflĂŒsse („Jamon Andaluz“) Bezug nehmen. Dazu hat der Schweizer FlĂŒgelhornist ein beeindruckendes Line-up zusammengestellt: Neben seinem Sohn Gianluca am Sopran hören wir Greg Osby am Alt und Dado Moroni am Klavier. Die Rhythmusgruppe ist von besonderer Delikatesse: Neben dem legendĂ€ren Bassisten Buster Williams lĂ€uft Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington zu ganz großer Form auf, in „After The Rain“ wĂ€chst sie gar ĂŒber sich selbst hinaus.“

 

v.l.n.r.:  Dado Moroni piano, Terri Lyne Carrington drums, Greg Osby altosax, Franco Ambrosetti fluglhorn, Buster Williams bass, Gianluca Ambrosetti sopranosax

 

Francos Erkenntnisse: Wenigstens ist Jazz jetzt eine Kulturform – Damals war es Subkultur

Wie kommt ein Jazzmusiker zu einer Million? Er fÀngt mit zwei Millionen an. Oder er ist Direktor eines Familienunternehmens.

 

Quintette mit Vater und Sohn Ambrosetti, haben eine lange Tradition. Diese begann im Jahr 1962 mit dem Altsaxofonisten Flavio (1919-2012), dem Vater von Franco, und dauerte bis in die 70er Jahre. Höhepunkte waren grosse Festivals wie Com-blain-la-Tour, Prag, Warschau, Monterey (USA) etc. Seit 1996 ist nun Franco’s Sohn Gianluca in der Gruppe, und wieder haben wir ein Quintett mit Vater und Sohn, die Tradition wird also munter weitergefĂŒhrt. Wie damals spielt das Quintett eigene Kom-positionen und Standards, trĂ€gt aber auch der musikalischen Entwicklung Rechnung, wie sie mittlerweilen stattgefunden hat. Und am 10. Dezember 2016 wird Franco Ambrosetti seinen 75. Geburtstag feiern. Wir gratulieren ganz herzlich. 

 

Beim JAZZ CLUB CHUR war Franco Ambrosetti in stets Ă€usserst hochkarĂ€tig besetzten Gruppen zu hören: 1995 mit dem "George Gruntz Quartet" (mit Mike Richmond und Adam Nussbaum), 2000 mit "The Winners" (Thierry Lang, Heiri KĂ€nzig und Peter Schmidlin) und 2013 mit seinem eigenen Quintet (mit Sohn Gianluca sowie mit Andrea Pozza, Riccardo Fioravanti und Stefano Bagnoli). Dado Moroni gastierte 1987 und 1989 mit dem George Robert-Tom Harrell Quintet bei uns (mit Reggie Johnson und Bill Goodwin) sowie 1992 mit Byron Landham anstelle von Bill Goodwin, 1990 mit dem George Robert Quartet feat. Clark Terry (mit Isla Eckinger und Peter Schmidlin), 1997 mit dem Roman Schwaller-Bert Joris Jazzsextet (mit Isla Eckin-ger und Jimmy Cobb), 2002 zu unserem 25-jĂ€hrigen Bestehen mit dem Bobby Shew-George Robert Quintet (mit Isla Eckinger und Peter Schmidlin) und 2007 mit „Twobones“ (mit Paul Haag, Danilo Moccia, Isla Eckinger und Peter Schmidlin). Terri Lyne Carrington war 1985, als 20-jĂ€hriges Riesentalent, in Chur mit der Gruppe Clark Terry Jolly Giants (mit Frank Foster, Charles Fox und Marcus McLaurine).

 

Franco Ambrosetti, geb. 1941 in Lugano, wuchs - musikalisch gesprochen - in Mailand auf, wo er in den 60er-Jahren in ver-schiedenen Jazzclubs zu Hause war. UrsprĂŒnglich von US-Trompetern wie Lee Morgan und Clifford Brown geprĂ€gt, entwickelte er sich zu einem der fĂŒhrenden Stilisten an Trompete und FlĂŒgelhorn. Kein Geringerer als Miles Davis nannte ihn einmal den "einzigen weißen Trompeter, der wie ein Schwarzer spielen kann". Sein US-DebĂŒt hatte Franco 1967 beim Monterey Jazz Festi-val, als er in der Band seines Vaters Flavio auftrat, eines damals in aller Welt berĂŒhmten Altsaxophonisten. In spĂ€teren Jahren erhielt Franco mehrere Special Awards beim Montreux-Festival und wurde in Italien zum "besten europĂ€ischen Jazzmusiker" gewĂ€hlt. FĂŒr die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist er "der eleganteste Hardbop-Trompeter, den Europa je gekannt hat". Fran-co Ambrosetti ist seit den 70er-Jahren mit ENJA verbunden (15 Alben) und hat mit zahlreichen internationalen Grössen gear-beitet, u.a. mit Cannonball Adderley, Dexter Gordon, Kenny Clarke, Daniel Humair, Joe Henderson, Benny Golson, Michael und Randy Brecker, Friedrich Gulda, Kenny Kirkland, Kenny Barron, Uri Caine, John Abercrombie, Geri Allen und John Scofield. Jahrzehntelang war er mit seiner eigenen Jazzsendung am RSI zu hören. Auch trat er regelmĂ€ssig in zahlreichen New Yorker Jazzlokalen auf und komponierte die Musik zum Film "Die Reise" von Markus Imhoof. Von 1973-2000, nach dem Wirtschafts-studium, leitete er hauptberuflich mit grossem Erfolg die von seinem Vater Flavio gegrĂŒndete Firma  Gianluca Ambrosetti, geb. 1974 in Lugano, studierte Physik in Bologna und doktorierte an der EPFL in Lausanne. Er gilt als hervorragender Begleit-musiker und hat sich verschiedentlich durch originelle Eigenkompositionen hervorgetan. Auftritte hatte er mit Adam Nuss-baum, Michael Brecker, George Gruntz, Rick Margitza, Geri Allen, Billy Drummond, Antonio FaraĂČ sowie der italienischen Kult-SĂ€ngerin Mina. Auch hat er ein neues, bizarres Instrument entwickelt, das Carbophone, welches einem Destillier- oder TauchergerĂ€t Ă€hnelt und eine ziemlich hĂ€ssliche Klangfarbe aufweist. Greg Osby, geb. 1960 in St. Louis/Missouri, studierte ab 1978 an der Howard University (Washington, D.C.), spĂ€ter, bis 1983, am Berklee College of Music (Boston, MA). Dann zog er nach New York und arbeitete bei KĂŒnstlern wie Herbie Hancock, Dizzy Gillespie, Jack DeJohnette, Andrew Hill, Muhal Richard Abrams, Jim Hall und Jaki Byard sowie mit ethnischen und Neue Musik Ensembles im Raum New York. 1990 unterschrieb Osby bei Blue Note Records und nahm fĂŒnfzehn Aufnahmen als Leiter fĂŒr das Label auf. Im Jahr 2008 startete Osby sein eigenes Label ‚Inner Circle Music‘. Dado Moroni, geb. 1962 in Genua, hat sich frĂŒh dem Jazz zugewandt. UrsprĂŒnglich Autodidakt, studierte er spĂ€ter Klavier und spielte Gigs mit örtlichen italienischen und amerikanischen Musikern zusammen. Gleichzeitig schrieb er sich an der Juristischen FakultĂ€t ein. Ein zufĂ€lliges Zusammentreffen mit dem berĂŒhmten Bebop Trompeter Dizzy Gillespie, den er begleitete, verĂ€nderte Moronis musikalischen Weg. Als zwanzigjĂ€hriger liess er sich in Amsterdam nieder, Mitte der 80er Jahre wanderte er nach NY aus, wo er mit den besten Musikern, wie Winton Marsalis, Bob Mintzer, Joe Locke, Clark Terry, Freddy Hubbard, Ray Brown und Tom Harrel, zusammenarbeitete. Charles Anthony Williams, Jr. (Spitzname Buster), geb. 1942 in Camden/New Jersey, erhielt Kontrabass- und Schlagzeugunterricht von seinem Vater und nahm Kurse in Komposition, Harmonielehre und Musiktheorie am Combs College of Music in Philadelphia. In Los Angeles nahm er mit den Jazz Crusaders und Miles Davis auf, nach seiner RĂŒckkehr nach New York 1969 wurde er Mitglied der Band von Herbie Hancock und war bis 1972 an allen ihren Aufnahmen beteiligt, sowie an Bennie Maupins ECM-Album The Jewel in the Lotus (1974). DarĂŒberhinaus hat er mit JazzgrĂ¶ĂŸen gearbeitet wie Chet Baker, Dexter Gordon, Nancy Wilson, Elvin Jones, Ron Carter, Woody Shaw, Sarah Vaughan, Bobby Hutcherson, Billy Taylor und Freddie Hubbard. 1989 veröffentlichte er ein Album mit eigenen Kompositionen (Something More), an dem Hancock, Foster, der Trompeter Shunzo Ono sowie Wayne Shorter teilhatten. 1991 erhielt er einen Kompositionsauftrag fĂŒr ein Werk fĂŒr Jazzquintett, Streicher und Chor. 1998 wirkte er bei Geri Allens Album The Gathering mit. Terri Lyne Carrington, geb. 1965 in Medford, Massachusetts USA, jammte schon als Kind mit JazzgrĂ¶ĂŸen wie Dizzy Gillespie, Oscar Peterson, Les McCann und Clark Terry. Im Alter von 11 Jahren erhielt sie ein Vollstipendium fĂŒr das Berklee College of Music und spielte dort mit Kevin Eubanks, Mike Stern, Branford Marsalis, Pat Metheny und Greg Osby. 1983 zog sie nach New York, 1989 nach Los Angeles, wo sie Schlagzeugerin der ‚Arsenio Hall‘ Fernsehshow wurde. Ihr erstes Album als Leader, „Real Life Story“ (1998), erhielt eine Grammy-Nominierung und featurte Wayne Shorter, Carlos Santana, John Scofield und Grover Washington Jr. Es folgten zahlreiche weitere Alben. FĂŒr das 2011 veröffentlichte Album ‚The Mosaic Project‘ bekam sie ihren ersten eigenen Grammy Award. Zwei Jahre spĂ€ter erschien mit ‚Money Jungle: Provocative in Blue‘ ein 

Solo-Instrumentalalbum, fĂŒr das sie 2014 einen weiteren Grammy bekam.               

JAZZ CLUB CHUR - Programmauszug:

 

Freitag, 23. Januar 2015, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige                      Scott DuBois Quartet

Gebhard Ullmann tenorsax, bassclarinet, Scott DuBois guitar, Thomas Morgan bass, Kresten Osgood drums

Samstag, 28. Februar 2015, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige       CONFERENCE CALL

Gebhard Ullmann tenorsax, bassclarinet, Michael Jefry Stevens piano, Joe Fonda bass, George Schuller drums

Dienstag, 17. MĂ€rz 2015, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige           International Hot Jazz Quartet meets Japanese Friends

Duke Heitger (USA) trumpet, Engelbert Wrobel (D) clarinet, Paolo Alderighi (I) piano, Bernard Flegar (D) drums, feat. Eiji Hanaoka clarinet, sopranosax, Nagome Sakuma guitar, Masato Kobayashi bass

Samstag, 11. April 2015, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige Nicole Herzog - Stewy von Wattenwyl Group

Nicole Herzog vocal, Stewy von Wattenwyl piano, Daniel Bohnenblust altosax, Christoph Utzinger bass, Tobias Friedli drums, Beat von Wattenwyl Percussion

Samstag, 17. Oktober 2015, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige       Patrick Bianco's "Cannonsoul" Remembering Cannonball Adderley feat. Andy McKee

Patrick Bianco (CH) altosax, Peter Tuscher (D) trumpet, Renato Chicco (I) piano, Andy McKee (USA) bass, Bernd Reiter (A) drums

Freitag, 23. Oktober 2015, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige
Co-Produktion Jazz Club Chur - Kunst UniversitÀt Graz (KUG)
Stafford James & KUG - Third Stream Ensemble CROSSING BORDERS

Double Bass, Composition - Stafford James / Flutes - Heinrich von Kalnein / Tenor Sax, Bass Clarinet – Marcelo Valezi / Trumpet, FlĂŒgelhorn - Vasilis Nalbantis / Trombone - Bogdan Khomenko / Tuba - Georg Laller / Violins - Volodymyr Shchur und Olga Baranova / Viola - Gayane Mirzoyan / Cello - Nataliya Vayda / Guitar - Hans Cicic / Harp - Marie-Theres FĂ€hringer / Bass - Morten Ramsboel / Drums - Pietro Ricci / Percussion - Balazs Balogh

Freitag, 20. November 2015, 20.15 Uhr, Postremise          LIA PALE  â€“  My Poet’s Love

 

Lia Pale vocals, flute, Mario Rom trumpet, Matthias RĂŒegg piano, Hans Strasser bass, Ingrid Oberkanins percussion

Samstag, 19. Dezember 2015, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige     UORSIN reloaded

 

Andrina Bollinger (Stimme), Fiona Könz (Texte, Stimme), Jodok Hess (Piano, Kompositionen), Bernhard Bamert (Posaune), Patrick Sommer (Kontrabass), Florian Reichle (Schlagzeug), Ralph Sonderegger (Gestaltung)

Samstag, 9. Januar 2016                              Joe Haider Jazz Orchestra (80 Jahre Joe Haider)

Daniel Blanc altosax, flute; Domenic Landolf saxes, altoflute, altoclarinet, Thomi Geiger saxes, clarinets; Matthias Spillmann trumpet, fluglhorn; RenĂ© Mosele trombone; Lucas Wirz basstrombone, tuba; Joe Haider piano, composition, arrangements; Raffaele Bossard bass; Dominic Egli drums, percussion; Kaleidoscope String Quartet: Simon Heggendorn violin; Ronny Spiegel violin; David Schnee viola; Solme Hong cello

Mittwoch, 17. Februar 2016                         Echoes of Swing 

Colin T. Dawson trumpet, vocal; Chris Hopkins altosax; Bernd Lhotzky piano; Oliver Mewes drums

Montag, 14. MĂ€rz 2016                     Franco Ambrosetti All Stars (75 Jahre Franco Ambrosetti)

Franco Ambrosetti, fluglhorn; Gianluca Ambrosetti sopranosax; Greg Osby altosax; Dado Moroni piano; Buster Williams bass; Terri Lyne Carrington drums

Donnerstag 28. bis Samstag 30. April 2016 Churer Jazztage

JAZZ CLUB CHUR - Dank

Stadt Chur, Kanton GraubĂŒnden/SWISSLOS, Stiftung Dr. Valentin Malamoud, Beitragsfonds GKB, Stiftung Casty-Buchmann Chur/Masans, Stiftung Lienhard-Hunger

 

JAZZ CLUB CHUR - Preise / Mitgliedschaft

 

Eintrittspreise
(pro Person)

Erwachsene   Fr.  35.--
SchĂŒler, Lehrlinge, Studenten (bis 16 
gratis)   Fr.  5.--


 

 

ErmÀssigungen
(pro Person)

fĂŒr Mitglieder
(auch fĂŒr SchĂŒler, Lehrlinge, Studenten ab 16!)  
Fr.  5.--

fĂŒr Gruppen ab 10 Personen
(Schulklassen, Reisegruppen, Vereine, Firmen usw.)  
Fr.  5.--

 

 

 

MitgliederbeitrÀge

Erwachsene einzeln   Fr.  30.--
Paare   Fr.  50.--
SchĂŒler, Lehrlinge, Studenten (ab 16)  
Fr.  5.--

 

 

 

 

Mitglied werden?

Tel.:  081 252 32 66   oder  Abendkasse

 

 

 

 

JAZZ CLUB CHUR - Empfehlungen

 

Bei "Mehr Infos": einfach in die LĂŒcke klicken und Sie landen auf der richtigen Website !

 

Sonntag, 3. Januar 2016, 17.00 Uhr, GKB-Auditorium, Engadinstr. 25, Chur                    

Silvan Zingg Trio

Go ahead with a Smile  -  Boogie Woogie vom Feinsten

(Mehr Infos:  www.silvanzingg.com )

 

 

 

swissjazzorama - Die Schweizer Dokumentationsstelle fĂŒr Jazz mit Archiv und Galerie

Asylstrasse 10, 8610 Uster, Tel. 044 940 19 82, swiss@remove-this.jazzorama.ch

www.jazzorama.ch Mehr Infos ĂŒber das SJO / begleitende Veranstaltungen, Konzerte

www.jazzdaten.ch Suchmaschine ĂŒber die beim swissjazzorama vorhandenen Werke von Musikern (CDs, Vinylplatten, Fotos, Biografien)

www.archivdaten.jazzorama.ch Suchmaschine ĂŒber vorhandene BĂŒcher, Musiknoten, Schelllacks usw.

Jeden Donnerstag: Live-Jazz in der Marsöl-Bar in 7000 Chur (Mehr Infos: www.weeklyjazz.ch)

Jazz im Kulturschuppen, 7250 Klosters (Mehr Infos: www.kulturschuppen.ch) 

Tangente Jazz, Haldengasse 47, FL-9492 Eschen (Mehr Infos: www.tangente.li) 

The Alpina Mountain Resort & Spa, 7064 Tschiertschen: Best of Piano Jazz Live at The Alpina

(Mehr Infos: www.the-alpina.com)

 

 

JAZZ CLUB CHUR - Hinweis

SpĂ€tverbindung auf der Strecke Chur-ZĂŒrich je Freitag/Samstag, Samstag/Sonntag:

Chur-ZĂŒrich
Chur ab mit Komfort-Bus ab Postauto-Station 23.45
PfÀffikon/SZ an 00.55
PfÀffikon ab mit S-Bahn nach Rapperswil/Oberland 00.57 (eher etwas spÀter)
PfĂ€ffikon ab mit S-Bahn nach ZĂŒrich 01.12
ZĂŒrich an 01.53

ZĂŒrich-Chur
ZĂŒrich HB ab mit S8-Bahn 00.17
PfÀffikon/SZ an 00.59
PfÀffikon ab mit Komfort-Bus 01.05
Sargans an 01.50 / Bad Ragaz an 02.00 / Landquart an 02.10
Chur an 02.25

Foto-Chronik "30 Jahre JAZZ CLUB CHUR"

Im JAZZPODIUM, der fĂŒhrenden deutschen Fachzeitschrift fĂŒr engagierte Jazz-Enthusiasten, schreibt Reiner Kobe in der Ausgabe vom April 2008:

"Hier sind drei Jahrzehnte Jazzgeschichte dokumentiert, in lokalem Rahmen zwar, aber auf beispielhafte Weise. 360 Konzerte mit 1500 Musikern hat der Jazz Club Chur veranstaltet. Das mag wenig erscheinen, zumal Chur die Hauptstadt des Schweizer Kantons GraubĂŒnden ist, doch entscheidend sind Niveau und QualitĂ€t, mit der der kleine Club zu Werke geht. Im familiĂ€ren Rahmen geben die Musiker ihr Bestes, egal, ob sie sich Meriten noch verdienen mĂŒssen oder schon einen Namen haben wie Dave Brubeck und Clark Terry oder die inzwischen verstorbenen Jimmy Smith, Teddy Wilson, Art Blakey oder Milt Jackson. Es geht quer durch den stilistischen Garten, man gibt sich, wie zu erfahren ist, 'gemĂ€ssigt modern', blendet Blues, Dixie und Gospel bewusst aus. Der am 4. November 1977 gegrĂŒndete Jazz Club Chur, das sind im Prinzip Andrea Engi und Werner Tester, 'ein Zweimanngespann mit Damen', wie es im Vorwort des JubilĂ€umsbandes heisst. Die beiden GrĂŒndervĂ€ter können stolz auf das Erreichte sein. Engi, dem der Jazz 'gewissermassen in die Wiege gelegt' wurde, wie er einleitend schreibt, und Tester, der 'Dokumentalist' des Clubs, der alles in Wort und Bild festgehalten hat. So sind es vorwiegend seine Schwarz/Weiss-Aufnahmen, die den Band prĂ€gen und dem Club ein Gesicht geben. Er lebt von seinem Stammpublikum, 'Menschen verschiedenster Couleur, die Stile gleich Stile, Ideologie gleich Ideologie, Trends gleich Trends sein lassen'. Der fremde Leser und Betrachter kann daran teilhaben und sich anstecken lassen von dieser immensen Freude am Jazz."

Als "kleine Kulturgeschichte eines grossen Clubs" bezeichnet Ueli Staub, Vibraphonist des lĂ€ngst legendĂ€r gewordenen "Metronome Quintet", Initiant der Ausstellung und des Buches „Jazzstadt ZĂŒrich - Von Louis Armstrong bis Zurich Jazz Orchestra“, in seiner Buchbesprechung, welche im Schweizer "JAZZ'N'MORE"-Magazin erschienen ist, das 420-seitige, 1,6 kg schwere Monumentalwerk von Werner Tester ĂŒber den JAZZ CLUB CHUR. Tester hat das Buch mit Fotos, lĂŒckenlosen Angaben zur personellen und instrumentalen Besetzung, Kritiken, Notizen aus dem GĂ€stebuch u.a.m. ausgestattet, Andrea Engi hat Texte mit allerlei Anekdoten und Hintergrundinformationen hinzugefĂŒgt. So bietet das Buch nun einen erstaunlich reprĂ€sentativen Querschnitt durch das schweizerische und weltweite Jazzgeschehen der letzten 30 Jahre. Wer ein gĂ€ngiges Jazzlexikon neben das Musiker-Register legt, wird ĂŒberrascht sein, wieviel Prominenz aus aller Welt in Chur prĂ€sent ist und hier ein und aus geht. ErhĂ€ltlich ist das Buch zum Preise von Fr. 48.-- (+ Versandkosten) beim Jazz Club Chur (auch an dessen Abendkasse) sowie im Buchhandel.

Aktion bei Bestellung/Kauf beim Jazz Club: Fr. 25.--

"Provinz ist nur dort, wo man es zulĂ€sst", sagt Ingrid Mössinger, Generaldirektorin der Kunstsammlungen der SĂ€chsischen Stadt Chemnitz. Beim JAZZ CLUB CHUR ist völkerverbindende Weltoffenheit seit je Programm. Die Chronik soll dies eindrĂŒcklich belegen.

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Jazz Club Chur
Andrea Engi
Postfach 55
7006 Chur
        
Tel. 081 252 32 66
Fax 081 250 49 15
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