Jazz Club Chur - Die nÀchsten Veranstaltungen

Herbstprogramm 2016

 

In eigener Sache

 

Zum Hinschied von Werner Tester

Die traurige Nachricht, dass unser lieber Freund Werner Tester gestorben sei, hat uns wenige Tage nach unserem Ferienbeginn in SĂŒdspanien erreicht. Eine persönliche Teilnahme an der Abschiedsfeier war uns daher bedauerlicherweise nicht möglich. WĂ€hrend fast vier Jahrzehnten haben wir, die ganze Familie, mit ihm und seiner lieben Frau Yvonne vieles gemeinsam erlebt, vor allem natĂŒrlich im Zusammenhang mit dem Jazz Club Chur, aber auch bei zahlreichen Besuchen des Jazzfestivals in Nizza, wo uns nicht nur die Musik, sondern  auch die Kontakte mit Freunden und Bekannten, mit Musikern und dem grossen Organisator George Wein begeistert haben. Werner Tester hat dem Jazz Club Chur als GrĂŒndungsmitglied, Chronist und Dokumentalist unschĂ€tzbare Dienste erwiesen. Er hat fĂŒr den Verein seit dessen GrĂŒndung im Jahre 1977 akribisch und mit grosser Kompetenz alles gesammelt und registriert, was er ĂŒber ihn irgendwo auftreiben konnte. Seiner Initiative und unermĂŒdlichen Arbeit verdankten wir 2007 die Herausgabe der monumentalen Chronik «30 Jahre JAZZ CLUB CHUR», dank welcher unser Verein in der Schweiz zu den wenigen wirklich herausragend dokumentierten Institutionen seiner Art gehört. DafĂŒr sind wir ihm unendlich dankbar. SelbstverstĂ€ndlich hat sich Werner Tester auch fĂŒr andere Dinge engagiert. Aber Jazz hatte fĂŒr ihn immer eine hohe PrioritĂ€t, wie ein Blick auf seinen Lebenslauf zeigt, den ich seinerzeit fĂŒr Testers Chronik verfasst habe. Sein Lebenslauf ist in der Tat auch ein grosses StĂŒck Churer Jazzgeschichte:

In Chur geboren am 17. Juli 1939 war Werner Tester schon ab 1953 als Kornettist und FlĂŒgelhorn-Spezialist in verschiedenen Formationen unserer Region zu hören. 1955 wurde der erste Jazz Club Chur gegrĂŒndet (er war in Folge etwa 10 Jahre lang aktiv), und sofort war Tester dessen Aktuar und Chronist. 1956 war er GrĂŒndungsmitglied der legendĂ€ren „Planaterra Street Gang“. 1958 wurde er am „Nationalen Amateur Jazzfestival ZĂŒrich“ in der Sparte „Cornet“ als zweitbester Solist klassiert. 1959 begleitete er als Mitglied der Planaterra Street Gang in einem denkwĂŒrdigen Churer Konzert den Duke Ellington-Trompeter Nelson Williams. 1963 - 67 war er Trompeter in in der Big Band „Ambassador“ von Sepp Dörig und 1975-82 Kornettist in der liechtensteinischen „Bryan Jeeves Jazz Band“. 1977 war Tester wiederum GrĂŒndungs-mitglied des zweiten Jazz Club Chur. Auch beim neuen Club hat er sich vor allem als Chronist und Fotograf verdient gemacht und zudem etwa 150 Konzerte auf TontrĂ€gern verewigt. 1984 realisierte er eine 4-teilige/-stĂŒndige Sendung im romanischen Radio ĂŒber die Entwicklung des Jazz. Im Jahre 2000 kuratierte er zusammen mit Toni SchĂ€dler in der Stadtgalerie die Ausstellung „60 Jahre Jazz in Chur“, zu welcher auch ein Ausstellungskatalog gehörte. Tester hatte immer wieder die Gelegenheit, an Konzerten und Jam Sessions mit bedeutenden Musikern zu spielen, so mit Chris Barber, Wallace Bishop, Beryl Bryden, Roy Crimmins, Wild Bill Davison, Barrett Deems, Leonard Gaskin, Peanuts Hucko, Oliver Jackson, Paul Kuhn, Jay McShann, Tony Scott, Ralph Sutton, Clark Terry, Fritz Trippel (welcher in Chur immer wieder Sessions organisierte), John Ward, Earle Warren, Benny Waters und Jimmy Woode. Als seine musikalischen Vorbilder hat er Buck Clayton, Ruby Braff und Clark Terry bezeichnet. Am 2. September 2016 ist Werner Tester in Chur nach kurzem Spitalaufenthalt gestorben. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten und sprechen seiner lieben Frau Yvonne unser tief empfundenes Beileid aus. 

Andrea Engi und Familie

 

Neuer Saal fĂŒr den JAZZ CLUB CHUR

 

Das Hotel Drei Könige hat seinen wunderbaren Saal Ende Februar geschlossen. Es ist dies fĂŒr Chur zweifellos ein gewaltiger Verlust, obwohl niemand darĂŒber spricht. Denn wunderbar ist dieser Saal nicht wegen seines derzeit heruntergekommenen, arg vernachlĂ€ssigten und ungepflegten Zustands, sondern wegen seiner in unserer Region konkurrenzlos einmaligen akustischen QualitĂ€t. Es gibt hier schlechthin keinen idealeren Saal: lang, hoch und schmal. Ideal ist dieser Saal nicht etwa nur fĂŒr Jazz- sondern insbesondere auch fĂŒr klassische Konzerte, bis hin zu grösseren Orchestern.

SelbstverstĂ€ndlich wĂŒrde es eine Stange Geld kosten, den Saal und dessen Umfeld sorgfĂ€ltig zu renovieren und wieder auf Vordermann zu bringen. Aber das wĂ€re machbar: Wenn unsere Stadt sich eine BrambrĂŒeschbahn leisten will (ich finde das eine tolle Sache), kann und sollte sie auch diesen Saal erhalten! Der EigentĂŒmer hat darauf hingewiesen, dass der Betrieb des Saales arg defizitĂ€r sei. Er könne sich die massive Quersubventionierung nicht mehr leisten und verzichte daher auf dessen Nutzung. FĂŒr eine Sanierung brĂ€uchte er 1 Mio und zusĂ€tzlich eine 10-jĂ€hrige Garantie in Höhe von monatlich Fr. 4'000.-- zur Deckung allfĂ€lliger Verluste. Das scheint mir plausibel zu sein und eine durchaus interessante Diskussionsgrundlage.  

Der JAZZ CLUB CHUR hat in den letzten Monaten verschiedene RĂ€umlichkeiten bespielt: Postremise (nur selten frei, sehr teuer), Aula des Quaderschulhauses (FlĂŒgel am Boden statt auf der zu hoch geratenen BĂŒhne, lĂ€sst sich nur durch ein teures ZĂŒgelunternehmen gefahrlos bewegen), Restaurant Drei Könige (zu klein). Ein richtiges Zuhause hat der Club nirgends gefunden. Nun gibt es aber doch einen Lichtblick:

Die Aula des Stadtbaumgartenschulhauses wurde bisher von niemandem wachgekĂŒsst. Die muntere, fĂŒr die Jugend eingerichtete Szenerie wirkt irgendwie sehr gemĂŒtlich. Der Jazz Club kann seinen FlĂŒgel an Ort und Stelle versorgen. Nachteil: Suchtmittelfreie Zone (kein Alkohol, Rauchverbot...). Also:

Wir veranstalten in diesem Saal im Oktober zwei Versuchskonzerte mit grossartiger Besetzung.

Wo findet man diesen Saal?

a) Parkierung im Parkhaus Stadtbaumgarten an der GĂ€uggelistrasse. Ausgang Turnerweg mit Lift benĂŒtzen, vom Turnerweg aus das Schulhausareal ĂŒberqueren, b) zu Fuss vom Postplatz her in der GĂ€uggelistrasse zwischen der ersten HĂ€userzeile und den Turnhallen rechts in den Turnerweg abbiegen, c) zu Fuss von der Bahnhofstrasse her durch den Tunnel zwischen RĂ€tushof und Merz zum Turnerweg gehen.

Alles klar? Wir zÀhlen auf die Neugier des Publikums.

 

Unser Dezember-Konzert findet in der KlibĂŒhni statt, die uns freundlicherweise Gastrecht gewĂ€hrt.     

 

swissjazzorama Uster - News

Der PrĂ€sident des JAZZ CLUB CHUR ist seit vielen Jahren auch PrĂ€sident des „swissjazzorama“. Dieser Verein betreibt in Uster das grosse Schweizer Jazzarchiv (www.jazzorama.ch) Bis vor kurzem waren die Archivalien an sieben Standorten eingelagert. Jetzt ist der Umzug gelungen: 500 m2 BĂŒro- und ArchivrĂ€ume beherbergen an der Ackerstrasse 45 weit ĂŒber 50'000 TontrĂ€ger (LP, CD, Schelllack, VHS, DVD usw.), rund 3'000 BĂŒcher, tonnenweise Zeitschriften, zehntausende Fotos, unzĂ€hlige Noten mit Originalkompositionen und -arrangements, Plakate ... Die Archivalien werden von mehr als 30 Helfern betreut und im Internet katalogisiert (www.jazzdaten.ch und www.archivdaten.jazzorama.ch) Die Helfer haben im letzten Jahr fast 10'000 Arbeitsstunden geleistet. Die GeschĂ€ftsleitung, um die sich bisher PrĂ€sident Andrea Engi und VizeprĂ€sident Fernand Schlumpf gekĂŒmmert haben, wird seit 1. September vom bisherigen Leiter der Jazzabteilung der ZĂŒrcher Hochschule der KĂŒnste, Hans Peter KĂŒnzle im Rahmen eines 50%-Pensums besorgt. JĂ€hrliche BetriebsbeitrĂ€ge leisten die Stadt Uster (Fr. 25'000.--) und der Kanton ZĂŒrich, Fachstelle Kultur (Fr. 30'000.--). Die BeitrĂ€ge der Mitglieder erreichen rund Fr. 50'000.--. BeitrĂ€ge des Bundes werden ab 2018 erhofft. Die Ernst Göhner Stiftung hat dem Verein einen Beitrag von Fr. 40'000.— an die erheblichen Umstellungs- und UeberbrĂŒckungskosten zugesichert. Der Lotteriefonds des Kantons ZĂŒrich hat einen grösseren Beitrag an die Infrastrukturen am neuen Ort in Aussicht gestellt. Die Wanderausstellung „Jazz Changes“ des Jazzinstituts Darmstadt wird dieser Tage im Ustermer „Container“ eröffnet. Geplant ist fĂŒr 2017 die Uebertragung des Eigentums an den Archivalien vom Verein auf eine Stiftung, welche auch die wesentlichen Aufgaben der BetriebsfĂŒhrung ĂŒbernimmt. Und: wir suchen Geld.        

 

JAZZ CLUB CHUR - Programm Herbst 2016

 

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 20.00 Uhr,

Aula Schulhaus Stadtbaumgarten (GĂ€uggelistr. 10)

 

Christoph Stiefel Septet:  „Rhythm-a-tized“

 

Sarah Buechi voice, Bastian Stein trumpet, flugelhorn, Domenic Landolf tenorsax, bassclarinet, flute, Adrian Mears trombone, Christoph Stiefel piano, compositionArne Huber bass, Kevin Chesham drums  

10 Jahre lang war Christoph Stiefel mit seinem Inner Language Trio unterwegs. Nun veröffentlichte er im FrĂŒhling 2016 die erste CD mit seinem seit vier Jahren bestehenden Septet. Diese neue CD "RHYTHM-A-TIZED" wurde soeben fĂŒr den PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK im Bereich "GrenzgĂ€nger" nominiert!

„Rhythm-a-tized“ steht fĂŒr einen eigenstĂ€ndigen musikalischen Kosmos voll von interessanten Kompositionen, faszinierenden Rhythmen, packenden Soli und wunderschönen ruhigen Momenten. Auf der Basis einer Kompositionstechnik aus dem Mittelalter (Isorhythmik) hat Stiefel mit seinen Kompositionen eine zeitgemĂ€sse Jazz-Variante geschaffen, die auf faszinierende Weise zwischen Groove-IntensitĂ€t und Klangfarbenmalerei oszilliert. Im Septet geht er seinen Weg konsequent weiter und spielt dabei virtuos mit den reichhaltigen Möglichkeiten an KlĂ€ngen und rhythmischen Überlagerungen der verschiedenen Instrumente. Ein beeindruckend schönes, spannendes Klangbild – souverĂ€n gespielt (nebst den Mitgliedern seines Inner Language Trios) von einigen der besten Jazz-Musiker der Schweiz und Deutschlands!

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierten Sarah Buechi bisher 2x, Domenic Landolf 6x, Adrian Mears 6x, Christoph Stiefel 4x und Kevin Chesham 1x.

Sarah BĂŒchi, geb. 1982, aufgewachsen in einer musikalischen Familie in den Kantonen Luzern und Glarus, entschloss sich nach einer Auszeichnung fĂŒr ein selbst geschriebenes Musical fĂŒr ein Musikstudium an der Musikhochschule Luzern (Abschluss 2007). Danach studierte sie 18 Monate lang sĂŒdindischen klassischen Gesang & Konnakkol bei R.A. Ramamani und T.A.S. Mani in Bangalore/Indien. Neben zahlreichen Konzerten in verschiedenen LokalitĂ€ten SĂŒdindiens gab sie eine “light classical” live-Performance fĂŒr den Fernsehsender “Doordarshan" am sĂŒdindischen Neujahrsfest 2008, sowie zwei karnatische Konzerte fĂŒr denselben Sender sowie fĂŒr den Sender „Suvarna“. Weitere Studienaufenthalte in Ghana (2010), Paris (2010), New York (2010) und New York (2011-12) folgten. Seit 2008 arbeitet sie als Dozentin fĂŒr Jazzgesang an der Jazzschule Dublin (Newpark Music Center). Seit 2012 absolviert sie zudem ein 3-Jahres Diploma am Complete Vocal Institute in Kopenhagen. Aktuell tritt sie mit den Gruppen Christy Doran's New Bag, Christoph Stiefel Septet, Thali, Trilogue und Swiss Indian Orchestra auf. Zu hören war sie auch mit Steve Coleman, Jen Shyu, Miles Okasaki, Dave Liebman, R.A. Ramamani, Christy Doran, Christoph Stiefel, Lucas Niggli, Nils Wogram, Philipp Schaufelberger, Matthieu Michel, Domenic Landolf, Adrian Mears, Ronan Guilfoyle. Ihre rege KonzerttĂ€tigkeit fĂŒhrte sie bereits ans Bray Jazzfestival/Irland, 12 points!-Festival in Dublin, Be Jazz Winterfestival Bern, Musiktage Stans, Bottlenote Festival Dublin, Delhi International Arts Festival, Schaffhauser Jazzfestival, Fringe Festival Dublin, Willisau Jazz Festival, Stimmenfestival Ettiswil. Zur Zeit lebt sie in London. Bastian Stein, geb. 1983 in Heidelberg, begann mit 15 Jahren klassische Trompete an der UniversitĂ€t fĂŒr Musik und darstellende Kunst in Wien zu studieren und wechselte im Anschluss daran an die Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten nach Amsterdam. Den Abschluss „Master of Arts“ erhielt er in Wien, wo er bis 2013 lebte. 2006 bekam er ein Stipendium (Hans Koller Preis) um in New York Unterricht zu nehmen. Als er zurĂŒckkam spielte er mit unterschiedlichen Bands wie Joris Dudli Sextet, Vienna Jazz Orchestra, NuRandom, Fagner Wesely Quartet, Martin Reiter Quartet und einigen mehr. Sein Debut Album „Grounded“ veröffentlichte er 2012 bei „Double Moon Records“, im darauffolgenden Jahr mit der „Bastian Stein Group“ (feat. Pablo Held, Matthias Pichler und Tobias Backhaus) die CD „Diegesis“ bei dem deutschen Label Pirouet Records. Nach einigen Jahren musikalischen Schaffens in Österreich zieht er 2013 nach Köln, wo er sein neues Quartett (feat. Johannes Enders, Phil Donkin und James Maddren) grĂŒndet und 2016 die CD „Viktor“ bei Pirouet Records veröffentlicht. Neben einigen anderen TĂ€tigkeiten als Sideman arbeitete er in den vergangenen Jahren in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden mit der WDR Big Band (Konzerte mit Diane Reeves, Joshua Redman, Avishai Cohen, Richie Beirach und einigen mehr...). Seit 2014 hat er einen Lehrauftrag fĂŒr Jazz-Trompete an der Hochschule fĂŒr Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. Er war ebenso aktiv als Dozent bei Bujazzo und Landesjugendjazzorchestern. Domenic Landolf, geb. 1969 in Bern, studierte 1988 bis 1992 an der „Swiss Jazz School“ in Bern beim Schweizer Saxophonisten Andy Scherrer, in dessen Sextett er auch spielte (CD-Produktion). Noch wĂ€hrend seines Studiums tourte Landolf mit der "Joe Haider-Bert Joris Big- Band". Zu hören war er u.a. mit Gunther Schuller (mit „Young Artists in Concert“ in Davos), mit Bill Holman, George Gruntz und Joe Lovano (am „Generations Festival“ in Frauenfeld), mit Vince Benedetti, Hans Feigenwinter, Bill Carrothers, Wolfgang Muthspiel und Jorge Rossi. Aufnahmen u.a. mit dem Arne Huber Quartet, dem Septett "Mats-up" von Matthias Spillmann, „New Orleans Hardbop“ von Adrian Mears, dem Nonett von Roman Schwaller und mit Tomas Sauters "Magic Carpet". 1999 erschien sein DebĂŒtalbum „Levitation“ mit seinem eigenen Quartett (Jean-Paul Brodbeck, Fabian Gisler und Dominic Egli), gefolgt von „Wanderlust“.  Er unterrichtet an der Musikhochschule Basel. Der australische Posaunist, Komponist und Jazzlehrer Adrian Mears, geb. 1969, wird oft als Ausnahmemusiker bezeichnet. Er besticht nicht nur auf seinem Instrument, sondern auch durch die KreativitĂ€t seines sonstigen musikalischen Schaffens. 1990 wurde er in seiner Heimat als „Best Australian Trombonist" gewĂ€hlt. Auftritte mit dem Vienna Art Orchestra, Mc Coy Tyner Big Band, Paquito d'Rivera, Kenny Wheeler, Don Pullen, Charlie Mariano u.a.m. Christoph Stiefel, geb. 1961 in ZĂŒrich, wurde schon mit 23 Jahren festes Bandmitglied bei Andreas Vollenweider & Friends, mit denen er von 1984 bis 1989 Tourneen durch Europa, Australien, Japan und die USA unternahm. Nach Abbruch des Jurastudiums begann er zur selben Zeit mit der Realisierung seiner eigenen Projekte, mit denen er seither schon 17 CDs produziert und international veröffentlicht hat. Nachdem ihn seine frĂŒheren musikalischen Interessen zu Projekten in World-Music, Nujazz, Fusion, und sogar zum Komponieren eines “klassischen” Konzerts fĂŒr Klavier, zwei Schlagzeuger und Streichorchester (UrauffĂŒhrung 1998) inspiriert haben, hat sich Christoph Stiefel in den letzten 15 Jahren intensiv dem Jazzpiano und dem Komponieren zugewendet. Internationale Bekanntheit hat er in den letzten Jahren insbesondere mit einem eigenen Kompositionsstil erlangt, in dem er auf der Basis einer Kompositionstechnik aus dem Mittelalter (Isorhythmik) eine zeitgemĂ€sse Jazz-Variante geschaffen hat, die auf faszinierende Weise zwischen Groove-IntensitĂ€t und Klangfarbenmalerei oszilliert. Diesen Kompositionsstil pflegt er seit Jahren hauptsĂ€chlich in seinem „Inner Language Trio“, dem der Spagat zwischen konzeptioneller Feinarbeit und improvisatorischer Entfesselung so souverĂ€n gelingt wie wenigen anderen Formationen im aktuellen Jazz. Seine aussergewöhnlichen Kompositionen sowie sein spezielles Klavierspiel haben Christoph Stiefel die TĂŒren geöffnet zu interessanten neuen Projekten u.a. Duo-Performance mit dem japanischen TĂ€nzer Hideto Heshiki, Duo mit der Vokalistin Lisette Spinnler, GrĂŒndung des „Christoph Stiefel Septets“ zusammen mit einigen der besten CH-Jazzmusikern,  sowie die neue Band „Karl Seglem & Christoph Stiefel Group“ mit hervorragenden Musikern aus Norwegen und DĂ€nemark. 2012: Kulturelle Auszeichnung der Stadt ZĂŒrich: "Werkjahr Jazz"! LehrtĂ€tigkeit: 1994 - 1998 Dozent an der Jazz Schule ZĂŒrich. Seit 1998 Dozent an der Musikhochschule Luzern fĂŒr Klavier und Keyboards. Christoph Stiefel lebt mit seiner Frau und seinen 2 Kindern in ZĂŒrich. Konzerte, Tourneen, Aufnahmen mit: Ernie Watts, Peter Erskine, Kevin Eubanks, Charlie Mariano, Robin Eubanks, Marvin "Smitty" Smith, Ralph Moore, Brian Bromberg, Ray Anderson, Heiri KĂ€nzig, Dieter Ilg, Nene, Harald Haerter, Marilyn Mazur, Michel Benita, Jeff Hirshfield, Roberto Gatto, Joel Allouche, Andreas Vollenweider, Marcel Papaux, BĂŒne Huber, Patrice Moret, Nat Su, Norbert Pfammater, Stefano Saccon, Lars Lindvall, BĂ€nz Oester, Max LĂ€sser, Marianne Racine, John Voirol, Flavio Boltro, Fabio Freire, Reto Suhner, Frank Möbus, Joseph Bowie, Matthieu Michel, Gwilym Simcock, Lisette Spinnler, Karl Seglem, Adrian Mears, Bastian Stein, Domenic Landolf, Sarah Buechi usw. Arne Huber, geb. 1977 in Offenburg, studierte von 1997 bis 2001 an der Musikhochschule Mannheim bei Thomas Stabenow Jazzbass; von 2002 bis 2006 absolvierte er ein klassisches Kontrabass-Studium an der Musikhochschule Freiburg. Er wurde mit dem Quintett L14,16 bekannt. Nach seinem DebĂŒtalbum Jordan stellte Huber mit seinem Quartett, zu dem weiterhin Domenic Landolf, Rainer Böhm und Jochen RĂŒckert gehören, 2015 mit Pearls die zweite CD vor. Er ist unter anderem Mitglied des Trio Böhm-Huber-Daneck und der Gruppen von Axel Schlosser, Christoph Stiefel und Volker Engelberth. Weiterhin spielte er u.a. mit Ingrid Jensen, Johannes Enders, Tony Lakatos, Randy Brecker, Adrian Mears, Julian ArgĂŒelles, Paul Heller, Ack van Rooyen, Bob Degen, Nils Petter Molvaer und Julien Lourau. Huber war mit dem Quintett L14,16 Gewinner des internationalen Jazz-Wettbewerbs im belgischen Hoeillart; mit der Gruppe erhielt er 2002 und 2007 den spanischen Getxo. 2015 erhielt er den Jazzpreis der Stadt Worms. Der junge Schlagzeuger Kevin Chesham, geb. 1987 in Bern, lebt heute in Biel und gilt als grosses Nachwuchstalent unter den Schweizer Schlagzeugern. Bereits wĂ€hrend seiner Ausbildung an der Jazzabteilung der Hochschule der KĂŒnste in Bern war er ein gefragter Sideman von zahlreichen Grössen wie Tom Harrell, Sandy Patton, Bert Joris oder Alexander von Schlippenbach. Aktuelle Bands: Stewy von Wattenwyl Trio, Thierry Lang Trio, Heiri KĂ€nzig / Paris - Buenos Aires, Christoph Stiefel Trio, Ueli Kempter Trio, Micha Sportelli & Band, Domi Chansorn, The Phanamanation, Wiuds Höi.

 

 

 

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20.00 Uhr,

Aula Schulhaus Stadtbaumgarten (GĂ€uggelistr. 10)

 

BONBONES meet TWOBONES

Trombones:  Yuu Uesugi, Itsumi Komano, Danilo Moccia, Paul Haag (leader)

Piano: Peter Madsen, Bass: Lorenz Beyeler, Drums: Daniel „Booxy“ Aebi

Der Bandleader Paul Haag berichtet: Zum 30-jĂ€hrigen JubilĂ€um des Jazzquintetts TWOBONES werden wir eine Konzerttournee mit zwei jungen japanischen Posaunistinnen durchfĂŒhren, die sich BONBONES nennen. Es wird also ein „Trombone Quartett“ (mit Rhythm Section) geben. Und was fĂŒr eines! Hier einige HintergrĂŒnde und Daten. ‹‹

Im Jahr 1986 grĂŒndete Paul Haag zusammen mit dem Tessiner Danilo Moccia das Jazzquintett TWOBONES. 2016 feiern wir also 30 Jahre TWOBONES. Im Januar 2015 kontaktierte mich die japanische Posaunistin Yuu Uesugi und sandte mir ihre erste CD «THE BONBONES». Zwei junge Japanerinnen «outeten» sich als grosse Fans der TWOBONES. Danilo und ich staunten ĂŒber die Superklasse der beiden Protagonistinnen. Beide spielen fantastisch. Es entstand die Idee, im JubilĂ€umsjahr innerhalb von 14 Tagen gemeinsam mit den Japanerinnen 5 bis 9 Konzerte in der Schweiz zu spielen. Mit dabei sein werden „ Four Trombones“, nĂ€mlich Yuu Uesugi und Itsumi Komano, sowie Danilo Moccia und ich als Bandleader und Organisator. Dazu gesellt sich unsere Rhythmusgruppe, bestehend aus Piano, Bass und Schlagzeug. Wir bieten einzigartige Jazzmusik auf höchstem Niveau.

30 Jahre TWOBONES! Das allein ist schon genug Motivation, etwas Besonderes auf die Beine zu stellen. Ich wollte schon immer ein Konzept mit 4 Posaunen (Trombones) aufgleisen. Ausschlaggebend fĂŒr dieses Projekt war die Entdeckung der beiden Japanerinnen, die auf gleichem Niveau wie die TWOBONES spielen. Danilo und ich haben bereits Arrangements fĂŒr vier Trombones also fĂŒr „FOURBONES“ geschrieben. Das Besondere an meinem Vorhaben ist die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren noch nie eine Konzerttournee mit 4 Trombones, bestehend aus zwei „young ladies“ (und schon gar nicht mit Japanerinnen) und zwei „elderly gentlemen“ durchgefĂŒhrt wurde. Schon deshalb wird dieses Projekt sehr spannend.

In den letzten 30 Jahren traten die TWOBONES, also Danilo Moccia und Paul Haag immer wieder mit hochkarĂ€tigen Rhythmusgruppen (Piano, Bass, Schlagzeug) auf. In diesen „rhythm sections“ waren u.a. zu hören: am Piano: Tutilo Odermatt, Dado Moroni, Joe Haider, Peter Madsen, am Bass: Vincent Kummer, Erich Peter, Isla Eckinger, Lorenz Beyeler, am Schlagzeug: Alberto Canonico, Elmar Frey, der leider kĂŒrzlich verstorbene Peter Schmidlin (wĂ€hrend 20 Jahren von 1994 bis 2014 mit dabei), Daniel „Booxy“ Aebi. 

UnzĂ€hlige erfolgreiche Konzerte im In- und Ausland in Clubs und an Festivals, sowie 6 CDs (TCB The Montreux Jazz Label) sind das Resultat. Unsere CD „Spiral Stairway“ wurde 1996 vom Schweizer Radio DRS 2 unter die zwölf besten Jazz CD Produktionen des Jahres eingereiht. Im Jahr 2011 wurden die TWOBONES als eine der 5 besten Schweizer Bands fĂŒr den Swiss Jazz Award am Festival Ascona nominiert.

Beim JAZZ CLUB CHUR waren die TWOBONES (Moccia und Haag) bereits 2007 zu hören, damals mit Dado Moroni am Piano, Isla Eckinger am Bass und Peter Schmidlin am Schlagzeug. Erneut in Chur war die Gruppe 2014 mit der heute bestehenden Besetzung. Moccia war ausserdem 1991 und 1992 in Chur zu hören, Haag 1984 und Aebi 2001, 2004, 2006 und 2011.

Kurzvideo zu sehen auf youtube unter BONBONES meet TWOBONES

Paul Haag, geb. 1942, belebte das Basler Jazzgeschehen schon in den 60ern. In den 70ern war er Mitglied der Mani Planzer Big Band und der weit ĂŒber die Landesgrenzen hinaus bekannten Free/Fusion/ Elektro-Band "MAGOG" (1972-78 mit Hans Kennel, Andy Scherrer, Klaus König, Peter Frei und Peter Schmidlin). SpĂ€ter war er Mitglied der Mellow-Brass-Band. In den Gruppen Alpine Experience und Mytha war er mit dem Alphorn und anderen Naturhörnern zu hören. Als Posaunist, AlphornblĂ€ser und SĂ€nger tourte er 2003 mit dem "Tien Shan Schweiz Express" durch Zentralasien. Insgesamt gibt es mit Paul Haag mehr als 26 TontrĂ€ger. Danilo Moccia, geb. 1956 in Locarno, studierte Posaune, Klavier und Musiktheorie in Mailand und Lugano, Abschluss an der Swiss Jazz School in Bern. LehrtĂ€tigkeit fĂŒr Posaune an der Musikschule des Konservatoriums della Svizzera Italiana. Auszeichnung als Solist am Jazzfestival von San Sebastian (Spanien) 1983 und am Jazz Contest de Estival Jazz Lugano. Teilnahme an zahlreichen Festivals wie Montreux, Bern, Lugano, Prag, Wien ... Leader verschiedener Jazzformationen, spielte mit Musikern wie Joe Haider, Jiggs Whigham, Mathias RĂŒegg, Franco Ambrosetti, Gianni Basso und im Rahmen der Big Band de Lausanne mit Toots Thielemans, Phil Woods, Benny Bailey und Joe Lovano. Peter Madsen, geb. 1955 in Racine/Wisconsin, studierte an der UniversitĂ€t von Wisconsin-Eau Claire. Er zog zunĂ€chst nach Minneapolis und zwei Jahre spĂ€ter nach New York City. 1987 bekam er die Chance, mit Stan Getz durch die USA und Europa zu touren. Seither hat er mit vielen verschiedenen Grössen der Jazz-Szene zusammengespielt, u. a. Mario Pavone, Stan Getz, Kiyoto Fujiwara, Michael Musillami und Matt Wilson. Er tourte durch die ganze Welt, hat bereits ĂŒber 80 Alben veröffentlicht und mehr als 230 Kompositionen geschrieben. Seit einigen Jahren lebt Madsen teils in New York City, teils in Deutschland. Er unterrichtet Meisterklassen und gibt Workshops am Jazzseminar in Dornbirn. Lorenz Beyeler, geb. 1979 in Bern, studierte an der Swiss Jazz School in Bern und arbeitete in den Gruppen "Daniel Woodtli Trio", Till GrĂŒnewalds "Phonosource", "BAB Trio", "Colin Vallon Trio" und "Swiss Jazz Orchestra". Als Sideman ist er u.a. bekannt geworden durch seine Zusammenarbeit mit George Robert, Sandy Patton, Francis Coletta, Heinz Bigler, Rory Stuart und Joan Faulkner. Daniel „Booxy" Aebi, geb. 1973, studierte 1995-2000 an der Swiss Jazz School in Bern. 1993 war er GrĂŒndungsmitglied der populĂ€ren, auch im Ausland bekanntgewordenen Gruppe "Grand Mother’s Funck", die er zeitweise zur Grossformation GMF Gran Orquesta erweiterte. 97/98 war er mit der Swiss Jazz School Big Band unter Bert Joris an Festivalauftritten in Montreux, Bern und Cully sowie auf  US-Tour 1998 mit Auftritt im legendĂ€ren Birdland zu hören. 2000 war er zweifach Chrysler Jazz Winner am Festival Montreux (2. Preis als Solist und 1. Preis als Mitglied des Daniel Woodtli Sextet). Seit 2000 ist er regelmĂ€ssig mit Joe Haider unterwegs. Weiterhin arbeitete er mit George Gruntz, Sandy Patton, Andy Scherrer oder der Sandro Schneebeli Group. Seit 2004 ist er zudem als Drummer und Produzent im Groove-Bereich mit der SĂ€ngerin Jamie Wong-Li, mit Nilsa, Booxy and the Green Sharks oder Spirit of the Rhytm zu hören.

 

 

 

 

 

Mittwoch, 30. November 2016, 20.00 Uhr

Der JAZZ CLUB CHUR ist zu Gast bei der KlibĂŒhni (Kirchgasse 14)        Vielen Dank!

Luca Sisera ROOFER

 

Luca Sisera bass, composition; Michael Jaeger tenorsax, clarinet; Silvio Cadotsch trombone; Yves Theiler piano; Michi Stulz drums 

Seit Jahren ist der Schweizer Kontrabassist Luca Sisera als Sideman in zahlreichen Formationen aus dem Jazz- und Improbereich tĂ€tig. Nun tritt er erstmals als Leader in Erscheinung und hat hierfĂŒr ein illustres Quintett zusammengestellt. Mit Michael Jaeger (ts, cl), Silvio Cadotsch (tb), Yves Theiler (p) und Michi Stulz (dr) konnten vier umtriebige, renommierte Jazzmusiker fĂŒr das Projekt gewonnen werden. Zusammen werden anhand von Siseras Kompositionen, welche 2013 in New York entstanden sind, die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation ausgelotet, gesprengt und neu gelegt. Dabei ist eine Musik entstanden, welche sich nicht scheut verschiedenste musikalische Elemente unter einen Hut zu bringen. Da wird mit viel Elan vertrackt gegroovt, lustvoll im Kollektiv improvisiert und zusammen durch rasante Unisonoparts gekurvt. Meditative Klangcollagen, hypnotische Stimmungen aber auch temporeiche Swingwelten werden da gelebt. Mit offenem Geist, ungestillter Neugierde, Erfindertum, Freude am Unvorhersehbaren und wachen Ohren wird hier an die Sache herangegangen. Ihr Debut-Album „Prospect“ ist im Oktober 2015 beim britischen Label „Leo Records“ veröffentlicht worden und wurde in Zusammenarbeit mit „Schweizer Radio SRF2 Kultur“ produziert. Die fĂŒnf ROOFER Musiker, welche allesamt ĂŒber grosse Erfahrung verfĂŒgen, freuen sich gemeinsam mit dem Publikum ihr musikalisches Bauwerk zu erklimmen um in schwindelerregender Höhe die atemberaubende Aussicht zu geniessen!

Beim JAZZ CLUB CHUR sind aufgetreten: Luca Sisera 5x, Michael Jaeger 1x, Michi Stulz 4x

 

Luca Sisera, geb. 1975 in Chur. Seit gut 10 Jahren ein gefragter Bassist der Schweizer Jazz- und Improszene. Musikalisch bewegt er sich gerne im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvistation. Mit weit ĂŒber 100 Konzerten pro Jahr ist er europaweit stets auf diversen Festival- und JazzclubbĂŒhnen anzutreffen. Einzelne Tourneen und Konzerte fĂŒhrten ihn aber auch schon nach Ägypten, China und Amerika. Bis anhin wurden ĂŒber 30 TontrĂ€ger mit seiner Beteiligung veröffentlicht, welche oft in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Radio SRF2 entstanden sind. Zudem ist Luca Sisera seit neuestem als Komponist fĂŒr sein eigenes Quintett „ROOFER“ tĂ€tig. Es interessieren ihn seit jeher interdisziplinĂ€re Projekte. So arbeitete Luca Sisera unter anderem auch mit Schriftstellern, Kabarettisten, TĂ€nzerInnen, KĂŒnstlerInnen, oder fĂŒr Theater- und Filmproduktionen. Spielt und spielte mit: Michael Jaeger, Yves Theiler, Silvio Cadotsch, Michi Stulz, Vincent Membrez, Norbert Pfammatter, Urs Leimgruber, Sheldon Suter, Dario Sisera, Franz HellmĂŒller, Tony Renold, Isa Wiss, Carles Peris, Axel Dörner, Tommy Meier, IrĂšne Schweizer, Co Streiff, Peter Landis, Greg Osby, Chris Jaeger Brown, Valentin Kessler, Manuel Mengis, Tobi Schramm, Lisette Spinnler, Alex Hendriksen, Nadja Stoller, Oli Kuster, Marco von Orelli, Russ Johnson, Philipp Schaufelberger, Kurt Rosenwinkel, Reto Senn, Dave Gisler, Marc Halbheer, Christoph Irniger, Stefan Rusconi, Christoph Baumann, Valeria Zangger, Christoph Gallio, Alex Huber, Flurin Caviezel, Patricia Draeger, Albin Brun, Georges Kazazian, Bahur Ghazi, Sheila Runa, Jacinta Candinas, Andri Perl, Lukas Mantel, Guy Bettini, Fabio Martini, Alexander von Schlippenbach, Gerry Hemingway u.v.a. Michael Jaeger, geb. 1976 in ZĂŒrich. 1999-2004 Studium bei Nat Su an der Hochschule Luzern (Jazz). Doppelstudium in Performance, Jazz und PĂ€dagogik (Entspricht dem Master of Arts in Musik und Master of Arts in MusikpĂ€dagogik) mit Auszeichnung abgeschlossen. Studien bei Donat Fisch, Anne-Kathrin Graf, Kurt Rosenwinkel und Marc Turner. Michael Jaeger fĂ€llt schnell durch die IndividualitĂ€t seines Improvisationsstils und seines Spielkonzepts auf. Seit 2004 ist er in der schweizerischen und europĂ€ischen Jazzszene aktiv. Mit seinem Quartett Michael Jaeger KEROUAC veröffentlichte er drei CDs, die national und international viel Begeisterung auslösten. Tourneen fĂŒhren ihn auch ausserhalb Europas nach Ägypten und in die USA. Seit 2009 Zusammenarbeit mit der in New York lebenden Choreographin Yvonne Meier. Zahlreiche interdisziplinĂ€re Projekte in den Bereichen Tanz, Theater, Elektronik und Literatur. Silvio Cadotsch, geb. 1985 in ZĂŒrich, ist freischaffender Posaunist und Komponist im Bereich Jazz / Experimentelle Musik. Er leitet seine Band ‚One Tfu‘ und ist als Sideman in verschiedenen Bands tĂ€tig wie: Lucerne Jazz Orchestra, Yves Theiler’s Quentin Crisps Space Garden, ZĂŒrich Jazz Orchestra, Blue Bolero, Ensemble Metanoia und Roberto Domeniconi’s Der Grosse BĂ€r. 2007-2010 leitete er die Band „Odem“, mit der er im Sommer 2009 sein Debut-Album aufnahm. 2008, bekam er den Förderungsbeitrag von Migros-Kulturprozent „Intro“ in Form einer organisierten Tour in der Schweiz. 2004 gewann er mit der „Christoph Siegrist Group “ den 1. Preis an der „Jazz under the Sky Competition“ am Jazz-Festival Montreux, 2006 den Förderungspreis der Friedl Wald Stiftung. Er war Mitglied der Förderpreisband des „Generations 06“. 2009 Abschluss an der Musikhochschule Luzern bei Nils Wogram und Adrian Mears (Posaune). Konzert und Festivalauftritte in der Schweiz und Europaweit. Yves Theiler, geb. 1987 in ZĂŒrich, studierte Klavier an der ZĂŒrcher Hochschule der KĂŒnste bei Chris Wiesendanger, an der HTM Leipzig bei Richie Beirach, sowie an der HSLU Luzern bei Nat Su und Christoph Baumann. WĂ€hrend der Studienzeit besuchte er Masterclasses bei Jim Black, Glenn Ferris, Johannes Enders, Michel Portal, Aaron Goldberg und Jacques Demierre. War auf Tour mit dem Alexander von Schlippenbach Orchester, spielte Konzerte mit Sylvie Courvoisier und fĂŒhrte sein Soloprogramm am ZĂŒrcher OHR Festival auf. Spielt und spielte mit: Omri Ziegele, Christoph Grab, Nat Su, Harald Haerter, Alexander von Schlippenbach, Christian Wolfarth, Matthias Tschopp, Bernhard Bamert, Rich Greenblatt, Dominique Girod u.v.a. Er ist Mitglied und Mitorganisator bei der Jazzwerkstatt ZĂŒrich sowie der WIM ZĂŒrich. Aktuelle Bands: Yves Theiler Trio, Duo Ziegele / Theiler, Things To Sounds, Matthias Tschopp Quartett, Paintbox, Mario Schenker Quartett, Where’s Africa Quartet, ZĂŒrcher Werkstatt Kollektiv, Castravez. Nach einem einjĂ€hrigen Aufenthalt am Drummers Collective in New York City 1998 studierte Michi Stulz, geb. 1977 in Basel, von 1999 bis 2003 an der Musikhochschule Luzern. Dem folgte 2004 die Teilnahme an IASJ Meeting (International Association of Schools of Jazz) in Freiburg unter der Leitung von George Gruntz und ein sechsmonatiger Aufenthalt in Westafrika mit Unterricht und KonzerttĂ€tigkeit. Im Rahmen seiner Studien und in Workshops hatte er Unterricht bei: Jamey Haddad, Peter O’Mara, Mark Turner, Jim Black, Simon Nabatov, Maria Schneider, Kurt Rosenwinkel, Pierre Favre, Norbert Pfamatter, Fabian Kuratli, Nat Su, Mark Soskin, Heiri KĂ€nzig usw. Zu seinen musikalischen AktivitĂ€ten zĂ€hlen Konzerte und Festivals mit verschiedenen Gruppen, u.a. mit Lisette Spinnler Siawaloma, Tobias Preisig „In Transit“, Epiphany Project, Asmin Sextett, R.I.S.S., Christoph Irniger Pilgrim,  Hekiat, Kapsamun. Verschiedene Tourneen brachten ihn in die Schweiz, nach Deutschland, Italien, Frankreich, Japan, China, Polen, Syrien, Kosovo und Peru.

JAZZ CLUB CHUR - Dank

Stadt Chur, Kanton GraubĂŒnden/SWISSLOS, Stiftung Dr. Valentin Malamoud, Beitragsfonds GKB, Stiftung Casty-Buchmann Chur/Masans, Stiftung Lienhard-Hunger

 

JAZZ CLUB CHUR - Preise / Mitgliedschaft

 

Eintrittspreise
(pro Person)

Erwachsene   Fr.  35.--
SchĂŒler, Lehrlinge, Studenten (bis 16 
gratis)   Fr.  5.--


 

 

ErmÀssigungen
(pro Person)

fĂŒr Mitglieder
(auch fĂŒr SchĂŒler, Lehrlinge, Studenten ab 16!)  
Fr.  5.--

fĂŒr Gruppen ab 10 Personen
(Schulklassen, Reisegruppen, Vereine, Firmen usw.)  
Fr.  5.--

 

 

 

MitgliederbeitrÀge

Erwachsene einzeln   Fr.  30.--
Paare   Fr.  50.--
SchĂŒler, Lehrlinge, Studenten (ab 16)  
Fr.  5.--

 

 

 

 

Mitglied werden?

Tel.:  081 252 32 66   oder  Abendkasse

 

 

 

 

JAZZ CLUB CHUR - Empfehlungen

 

 

swissjazzorama - Die Schweizer Dokumentationsstelle fĂŒr Jazz mit Archiv und Galerie

Ackerstr. 45, 8610 Uster, Tel. 044 940 19 82, swiss@remove-this.jazzorama.ch

www.jazzorama.ch  Mehr Infos ĂŒber das SJO / begleitende Veranstaltungen, Konzerte

www.jazzdaten.ch   Suchmaschine ĂŒber die beim swissjazzorama vorhandenen Werke von Musikern         (CDs, Vinylplatten, Fotos, Biografien)

www.archivdaten.jazzorama.ch   Suchmaschine ĂŒber vorhandene BĂŒcher, Musiknoten, Schelllacks usw.

Jeden Donnerstag: Live-Jazz in der Marsöl-Bar in 7000 Chur (Mehr Infos: www.weeklyjazz.ch)

Jazz im Kulturschuppen, 7250 Klosters (Mehr Infos: www.kulturschuppen.ch) 

Tangente Jazz, Haldengasse 47, FL-9492 Eschen (Mehr Infos: www.tangente.li) 

 

Foto-Chronik "30 Jahre JAZZ CLUB CHUR"

Im JAZZPODIUM, der fĂŒhrenden deutschen Fachzeitschrift fĂŒr engagierte Jazz-Enthusiasten, schreibt Reiner Kobe in der Ausgabe vom April 2008:

"Hier sind drei Jahrzehnte Jazzgeschichte dokumentiert, in lokalem Rahmen zwar, aber auf beispielhafte Weise. 360 Konzerte mit 1500 Musikern hat der Jazz Club Chur veranstaltet. Das mag wenig erscheinen, zumal Chur die Hauptstadt des Schweizer Kantons GraubĂŒnden ist, doch entscheidend sind Niveau und QualitĂ€t, mit der der kleine Club zu Werke geht. Im familiĂ€ren Rahmen geben die Musiker ihr Bestes, egal, ob sie sich Meriten noch verdienen mĂŒssen oder schon einen Namen haben wie Dave Brubeck und Clark Terry oder die inzwischen verstorbenen Jimmy Smith, Teddy Wilson, Art Blakey oder Milt Jackson. Es geht quer durch den stilistischen Garten, man gibt sich, wie zu erfahren ist, 'gemĂ€ssigt modern', blendet Blues, Dixie und Gospel bewusst aus. Der am 4. November 1977 gegrĂŒndete Jazz Club Chur, das sind im Prinzip Andrea Engi und Werner Tester, 'ein Zweimanngespann mit Damen', wie es im Vorwort des JubilĂ€umsbandes heisst. Die beiden GrĂŒndervĂ€ter können stolz auf das Erreichte sein. Engi, dem der Jazz 'gewissermassen in die Wiege gelegt' wurde, wie er einleitend schreibt, und Tester, der 'Dokumentalist' des Clubs, der alles in Wort und Bild festgehalten hat. So sind es vorwiegend seine Schwarz/Weiss-Aufnahmen, die den Band prĂ€gen und dem Club ein Gesicht geben. Er lebt von seinem Stammpublikum, 'Menschen verschiedenster Couleur, die Stile gleich Stile, Ideologie gleich Ideologie, Trends gleich Trends sein lassen'. Der fremde Leser und Betrachter kann daran teilhaben und sich anstecken lassen von dieser immensen Freude am Jazz."

Als "kleine Kulturgeschichte eines grossen Clubs" bezeichnet Ueli Staub, Vibraphonist des lĂ€ngst legendĂ€r gewordenen "Metronome Quintet", Initiant der Ausstellung und des Buches „Jazzstadt ZĂŒrich - Von Louis Armstrong bis Zurich Jazz Orchestra“, in seiner Buchbesprechung, welche im Schweizer "JAZZ'N'MORE"-Magazin erschienen ist, das 420-seitige, 1,6 kg schwere Monumentalwerk von Werner Tester ĂŒber den JAZZ CLUB CHUR. Tester hat das Buch mit Fotos, lĂŒckenlosen Angaben zur personellen und instrumentalen Besetzung, Kritiken, Notizen aus dem GĂ€stebuch u.a.m. ausgestattet, Andrea Engi hat Texte mit allerlei Anekdoten und Hintergrundinformationen hinzugefĂŒgt. So bietet das Buch nun einen erstaunlich reprĂ€sentativen Querschnitt durch das schweizerische und weltweite Jazzgeschehen der letzten 30 Jahre. Wer ein gĂ€ngiges Jazzlexikon neben das Musiker-Register legt, wird ĂŒberrascht sein, wieviel Prominenz aus aller Welt in Chur prĂ€sent ist und hier ein und aus geht. ErhĂ€ltlich ist das Buch zum Preise von Fr. 48.-- (+ Versandkosten) beim Jazz Club Chur (auch an dessen Abendkasse) sowie im Buchhandel.

Aktion bei Bestellung/Kauf beim Jazz Club: Fr. 25.--

"Provinz ist nur dort, wo man es zulĂ€sst", sagt Ingrid Mössinger, Generaldirektorin der Kunstsammlungen der SĂ€chsischen Stadt Chemnitz. Beim JAZZ CLUB CHUR ist völkerverbindende Weltoffenheit seit je Programm. Die Chronik soll dies eindrĂŒcklich belegen.

Kontakt

Jazz Club Chur
Andrea Engi
Postfach 55
7006 Chur
        
Tel. 081 252 32 66
Fax 081 250 49 15
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