Jazz Club Chur - Die nächsten Veranstaltungen

7. Konzert des Jahres 2013

 

 

Freitag, 7. Juni 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige

Cholet/Känzig/Papaux Trio

Jean-Christophe Cholet p, Heiri Känzig b, Marcel Papaux dr

 

Das Trio wurde 2002 vom Pianisten Jean-Christophe Cholet im Theater von Auxerre gegründet. Cholet komponiert unkonventionell, ausserhalb von Normen, er lässt sich nicht in Schubladen einordnen. Er kombiniert Gehör und komplizierte Harmonik, fühlt sich nuanciert und mit reichen Klangfarben in Melodien ein. Heiri Känzig und Marcel Papaux bilden eine der besten Rhythmusgruppen in Europa. Ihre Variationsbreite ist eindrucksvoll – von minimalistischer Begleitung bis zum fieberhaften Groove – und bietet vielfältige Dynamiken und Stile. Die sechste CD Connex bestätigt die gestalterische Identität, die sich das Trio seit seiner Gründung erarbeitet hat.


Jean-Christophe Cholet gastierte beim JAZZ CLUB CHUR 1998 mit dem Pontiggia/Cholet Sextet (mit Claudio Pontiggia, Andy Scherrer, Paolina Dalla Porta, Marcel Papaux und Franck Tortiller), Marcel Papaux war 1998 zusätzlich mit dem Thierry Lang Trio (mit Heiri Känzig) bei uns und ausserdem 2006 mit dem Christoph Stiefel Trio (Patrice Morêt). Heiri Känzig wiederum gastierte 9x bei uns: 1978 mit dem Wiener Art Orchester, 1981 mit dem Bob Degen Quartet (Andy Scherrer und Thomas Cremer), 1985 mit dem Harry Sokal Quartet (Uli Scherer und Joris Dudli), 1985 mit dem Vienna Art Orchestra, 1987 mit DepArt (Harry Sokal und Jo Jo Mayer), 1998 mit dem Thierry Lang Trio (Marcel Papaux), 2000 mit The Winners (Franco Ambrosetti, Thierry Lang und Peter Schmidlin), 2004 mit dem Thierry Lang Trio feat. Paolo Fresu (Peter Schmidlin) und 2011 mit dem Thierry Lang Quartet (Glenn Ferris und Kevin Chesham).

Jean-Christophe Cholet, geb. 1962 in Deutschland, ist französischer Staatangehöriger. Nach einem klassischen Musikstudium wandte er sich als 23-jähriger der Jazzmusik zu und nahm u.a. Unterricht bei Kenny Barron, Lee Konitz und Richie Beirach. Diplom am “Concours National de Jazz de La Défense”. Ab 1992 war er Direktor und Komponist des "Odéjy Octet" (orchestre départemental de jazz de l'Yonne), welches in Frankreich und im Ausland aufgetreten ist. 1995 Teilnahme an der Schaffung und Erstaufführung des Werkes "Third Dream " mit dem “Orchestre de Basse-Normandie” unter der Leitung von Mathias Rüegg (u.a. mit Michel Portal, Matthieu Michel und Franck Tortiller). Im selben Jahr präsentierte er am internationalen Jazzfestival in Wien ein eigenes Projekt mit u.a. Dominique Pifarely, Louis Sclavis, Marc Ducret, Hélène Labarrière, Michel Portal, Joël Allouche, Wolfgang Puschnig, Yves Robert, Bumi Fian. 2000 wurde er vom Leiter des Vienna Art Orchestra, Matthias Rüegg als Solist für eine CH Tournee mit der Basler Sinfonietta (70 Musiker/Innen) engagiert. Weitere Solisten dieses Grossproiektes waren: Andy Scherrer, Matthieu Michel, Franck Tortiller und Wolfgang Muthspiel. Gleichzeitig Konzertserie mit dem Trio “SUISSE” (Kaenzig, Pontiggia und Gastmusiker Olivier Ker Ourio). Seit 2002 ist er regelmässig mit seinem Trio "Cholet-Känzig-Papaux“ unterwegs, dem zeitweise ergänzend auch Charlie Mariano und Rick Margitza angehörten. Seit 2007 arbeitet er im Duo mit der Schweizer Trompeterin Hilaria Kramer. Zu hören war er auch mit Phil Abraham, Jean Bardy, Georgio Bernasconi, Corin Curschellas, Joris Dudli, Paolo Fresu, Nguyen Le, Wolfgang und Christian Muthspiel, Bänz Oester, Claudio Pontiggia, Jon Sass u.a.m. Heiri Känzig, geb. 1957 in New York, startete seine Karriere als Jazzmusiker mit 18 Jahren in Graz, wo er die Musikhochschule besuchte. Känzig war Gründungsmitglied des Vienna Art Orchestras, mit dem er während 15 Jahren weltweit Tourneen bestritt. 1989 wurde der Bassist als erster Nichtfranzose in das Orchestre National de Jazz berufen. Die Direktion für Entwicklungshilfe und Zusammenarbeit DEZA ernannte Känzig 2002 im Rahmen des UNO-Jahres der Berge zum künstlerischen Leiter des Crossover-Projektes "Thien Shan Schweiz Express". 2005 erhielt der Musiker den Kompositionspreis des Kantons Zürich für seine Arbeit im Grenzbereich verschiedenster Stile. Als international tätiger Bassist spielte Heiri Känzig u.a. mit Paolo Fresu, Collegium Novum, John Scofield, Richard Galliano und Daniel Humair. Sein Schaffen ist auf über 110 CDs, die bei Labels wie Blue Note, ACT, Universal und Virgin erschienen sind, dokumentiert. Als Bandleader und Komponist leitete er Formationen mit Kenny Wheeler, Charlie Mariano, Paul McCandless, Harry Sokal und Jojo Mayer. Känzig ist Professor an der Musikhochschule Luzern. Marcel Papaux, geb. 1960 in Fribourg, studierte am Musikkonservatorium in Fribourg und belegte zusätzliche Kurse bei Americo Bellotto und Ronnie Stevensson. Zunächst reichten seine musikalischen Interessen von klassischer Musik über Rock und Unterhaltungsmusik bis zum Jazz. Der Pianist Max Jendly begeisterte ihn dann restlos für die Jazzmusik. Von 1988 bis 1996 spielte Papaux in der Big-Band von Lausanne mit Gastmusikern wie Johnny Griffin, Toots Thielemans oder Fred Hersch. Mehrere Jahre war er mit Matthieu Michel und Thierry Lang unterwegs sowie im Trio von Patrick Muller. Ab 1993 gehörte er zum Quintett des Gitarristen Harald Haerter und stand bei Tourneen durch Europa und durch die USA zusammen mit Musikern wie Dewey Redman, Gary Bartz, Chris Potter, Arthur Blythe, Johannes Enders, Joe Lovano oder Michael Brecker auf der Bühne. Im Jahr 2000 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des ungewöhnlichen Schlagzeugquartetts Room 02. Ab 2003 gehörte er zum Christoph Stiefel Trio, bis 2008 mit dem Bassisten Patrice Morêt, danach mit Thomas Lähns. Bei Konzert- und Festivalauftritten begleitete er Musiker wie Mick Goodrick, Jimmy Woode, Phil Woods, Lee Konitz, Richard Galliano, Art Farmer, George Gruntz, Nils Petter Molvaer, Michel Portal, Wolfgang Muthspiel, Paolo Fresu oder John Taylor.

JAZZ CLUB CHUR - Programmauszug:

Samstag, 12. Januar 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige   
Duo Morgenthaler/Röllin
Robert Morgenthaler (Posaune, Effekts, Komposition), Urs Röllin (Gitarre, Effekts, Komposition)
  

SWISS DIAGONALES JAZZ:

    Freitag, 1. Februar 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige      
    Breakfast on a Battlefield
    Lionel Gafner bass, Adrien Guerne tenorsax, Lionel Friedli drums, Gaël Zwahlen guitar 

    Samstag, 2. Februar 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige   
    TRIONYX   
    Maël Godinat piano, Manu Hagmann bass, Nelson Schaer drums


Mittwoch, 13. Februar 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige     
Eric Alexander - Jim Rotondi Quartet
Eric Alexander tenor sax, Jim Rotondi trumpet, Renato Chicco hammond organ, Bernd Reiter drums

Freitag, 8. März 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige
Franco Ambrosetti Quintet
Franco Ambrosetti flgh, tp, Gianluca Ambrosetti ss, Andrea Pozza p, Riccardo Fioravanti b, Stefano Bagnoli dm


UNESCO Welt-Jazz-Tag   -   Der 30. April 2013 ist der zweite "Internationale Tag des Jazz".
Unter dem Patronat der Schweizerischen UNESCO Kommission, einer Organisation der Vereinigten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, nimmt der JAZZ CLUB CHUR am 2. JazzDayFestival  (www.JazzDayFestival.ch) wie folgt teil:

    Dienstag, 30. April 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige
    2. UNESCO-Welttag des Jazz:   Domenic Landolf Trio
    Domenic Landolf - sax/bcl/fl, Patrice Moret - b, Dejan Terzic - dr


Freitag, 7. Juni 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige
Cholet/Känzig/Papaux Trio
Jean-Christophe Cholet piano, Heiri Känzig bass, Marcel Papaux drums

Donnerstag, 29. August 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige
Echoes of Swing
Colin T. Dawson trumpet, Chris Hopkins altosax, Bernd Lhotzky piano, Oliver Mewes drums

Freitag, 13. September 2013, 20.15 Uhr, Hotel 3 Könige
Christian Muthspiel 4 featuring Steve Swallow (A/CH/F/USA)
My Dowland, music on “Lachrimae, or Seaven Teares” by John Dowland
Christian Muthspiel, trombone, piano, rhodes, compositions, Matthieu Michel, trumpet, flugelhorn, Franck Tortiller, vibraphone, Steve Swallow, electric bass

Weitere Konzerte sind in Planung!


JAZZ CLUB CHUR - Dank

Stadt Chur, Kanton Graubünden/SWISSLOS, Beitragsfonds Graubündner Kantonalbank

JAZZ CLUB CHUR - Preise / Mitgliedschaft

 

Eintrittspreise
(pro Person)

Erwachsene   Fr.  35.--
Schüler, Lehrlinge, Studenten (bis 16  gratis)   Fr.  5.--


 

 

Ermässigungen
(pro Person)

für Mitglieder
(auch für Schüler, Lehrlinge, Studenten ab 16!)   Fr.  5.--

für Gruppen ab 10 Personen
(Schulklassen, Reisegruppen, Vereine, Firmen usw.)   Fr.  5.--

 

 

 

Mitgliederbeiträge

Erwachsene einzeln   Fr.  30.--
Paare   Fr.  50.--

Schüler, Lehrlinge, Studenten (ab 16)   Fr.  5.--



 

 

Mitglied werden?

Tel.:  081 252 32 66   oder  Abendkasse

 

 

JAZZ CLUB CHUR - Empfehlungen

SwissJazzOrama - das Schweizer Jazzarchiv mit Galerie, Asylstrasse 10, 8610 Uster:

Ausstellungen:   Jazz Ladies  +  (ab 2. Juni 2013) Klingendes Museum
Neu:                   www.jazzdaten.ch (Suchmaschine über Archivdaten des SwissJazzOrama)
Neu im Archiv:   Sammlung Johnny Simmen (1918-2004)
(Mehr Infos / begleitende Veranstaltungen:   www.jazzorama.ch)


Jeden Donnerstag gibt es Live-Jazz mit Bündner Musikern in der Bar des Restaurants Marsöl in Chur
(Mehr Infos:    www.weeklyjazz.ch)


Jazz im Kulturschuppen Klosters  (Mehr Infos:   www.kulturschuppen.ch)

 

Mittwoch, 29. Mai 2013, 20.15 Uhr, Restaurant Alte Brauerei, 7430 Thusis
NOTE NOIR Quartett
Europäische Zigeunermusik

JAZZ CLUB CHUR - Hinweis

Spätverbindung auf der Strecke Chur-Zürich je Freitag/Samstag, Samstag/Sonntag:

Chur-Zürich
Chur ab mit Komfort-Bus ab Postauto-Station 23.45
Pfäffikon/SZ an 00.55
Pfäffikon ab mit S-Bahn nach Rapperswil/Oberland 00.57 (eher etwas später)
Pfäffikon ab mit S-Bahn nach Zürich 01.12
Zürich an 01.53

Zürich-Chur
Zürich HB ab mit S8-Bahn 00.17
Pfäffikon/SZ an 00.59
Pfäffikon ab mit Komfort-Bus 01.05
Sargans an 01.50 / Bad Ragaz an 02.00 / Landquart an 02.10
Chur an 02.25

Foto-Chronik "30 Jahre JAZZ CLUB CHUR"

Im JAZZPODIUM, der führenden deutschen Fachzeitschrift für engagierte Jazz-Enthusiasten, schreibt Reiner Kobe in der Ausgabe vom April 2008:

"Hier sind drei Jahrzehnte Jazzgeschichte dokumentiert, in lokalem Rahmen zwar, aber auf beispielhafte Weise. 360 Konzerte mit 1500 Musikern hat der Jazz Club Chur veranstaltet. Das mag wenig erscheinen, zumal Chur die Hauptstadt des Schweizer Kantons Graubünden ist, doch entscheidend sind Niveau und Qualität, mit der der kleine Club zu Werke geht. Im familiären Rahmen geben die Musiker ihr Bestes, egal, ob sie sich Meriten noch verdienen müssen oder schon einen Namen haben wie Dave Brubeck und Clark Terry oder die inzwischen verstorbenen Jimmy Smith, Teddy Wilson, Art Blakey oder Milt Jackson. Es geht quer durch den stilistischen Garten, man gibt sich, wie zu erfahren ist, 'gemässigt modern', blendet Blues, Dixie und Gospel bewusst aus. Der am 4. November 1977 gegründete Jazz Club Chur, das sind im Prinzip Andrea Engi und Werner Tester, 'ein Zweimanngespann mit Damen', wie es im Vorwort des Jubiläumsbandes heisst. Die beiden Gründerväter können stolz auf das Erreichte sein. Engi, dem der Jazz 'gewissermassen in die Wiege gelegt' wurde, wie er einleitend schreibt, und Tester, der 'Dokumentalist' des Clubs, der alles in Wort und Bild festgehalten hat. So sind es vorwiegend seine Schwarz/Weiss-Aufnahmen, die den Band prägen und dem Club ein Gesicht geben. Er lebt von seinem Stammpublikum, 'Menschen verschiedenster Couleur, die Stile gleich Stile, Ideologie gleich Ideologie, Trends gleich Trends sein lassen'. Der fremde Leser und Betrachter kann daran teilhaben und sich anstecken lassen von dieser immensen Freude am Jazz."

Als "kleine Kulturgeschichte eines grossen Clubs" bezeichnet Ueli Staub, Vibraphonist des längst legendär gewordenen "Metronome Quintet", Initiant der Ausstellung und des Buches „Jazzstadt Zürich - Von Louis Armstrong bis Zurich Jazz Orchestra“, in seiner Buchbesprechung, welche im Schweizer "JAZZ'N'MORE"-Magazin erschienen ist, das 420-seitige, 1,6 kg schwere Monumentalwerk von Werner Tester über den JAZZ CLUB CHUR. Tester hat das Buch mit Fotos, lückenlosen Angaben zur personellen und instrumentalen Besetzung, Kritiken, Notizen aus dem Gästebuch u.a.m. ausgestattet, Andrea Engi hat Texte mit allerlei Anekdoten und Hintergrundinformationen hinzugefügt. So bietet das Buch nun einen erstaunlich repräsentativen Querschnitt durch das schweizerische und weltweite Jazzgeschehen der letzten 30 Jahre. Wer ein gängiges Jazzlexikon neben das Musiker-Register legt, wird überrascht sein, wieviel Prominenz aus aller Welt in Chur präsent ist und hier ein und aus geht. Erhältlich ist das Buch zum Preise von Fr. 48.-- (+ Versandkosten) beim Jazz Club Chur (auch an dessen Abendkasse) sowie im Buchhandel.

Aktion bei Bestellung/Kauf beim Jazz Club: Fr. 35.--

"Provinz ist nur dort, wo man es zulässt", sagt Ingrid Mössinger, Generaldirektorin der Kunstsammlungen der Sächsischen Stadt Chemnitz. Beim JAZZ CLUB CHUR ist völkerverbindende Weltoffenheit seit je Programm. Die Chronik soll dies eindrücklich belegen.

JAZZ CLUB CHUR - Anmerkung

UNESCO führt Welt-Jazz-Tage ein
Musik der Toleranz: Immer noch ein Schattendasein

Der 30. April 2013 ist der zweite "Internationale Tag des Jazz"


Beschlossen hat dies die UNESCO an der 36. Generalkonferenz im November 2011 in Paris. Der Tag soll an die künstlerische Bedeutung des Jazz, seine Wurzeln und seine weltweiten Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung erinnern, so eine UNESCO-Aussendung. Sonderbotschafter des World-Jazz-Day sind Herbie Hancock, Marcus Miller, Barbara Hendricks, Hugh Masekela, Dee Dee Bridgewater und Wynton Marsalis.

Der Tag des Jazz soll Künstler, Jazz-Enthusiasten, Historiker und Wissenschaftler sowie Musikeinrichtungen und Schulen zum Dialog anregen und die universelle Bedeutung des Jazz bewusst machen. Zusätzlich argumentiert die UNO-Organisation auch damit, dass mit dem Jazz eine Musikform gewürdigt wird, die in mehr als 100 Jahren zu einer universellen Sprache für Freiheit, Individualität und Vielfalt geworden ist.

Feind von totalitären Regimen

"Dass nun die UNESCO einen Tag des Jazz eingeführt hat, ist erfreulich. Ein Musikstil der seit seinen Ursprüngen immer schon eine grenzüberschreitende Rolle ohne Berührungsängste innehatte, kann nicht hoch genug geschätzt werden", meint Herbert Höpfl, Herausgeber des österreichischen Musikmagazins Concerto http://concerto.at , gegenüber pressetext.

Der verstorbene österreichische Jazz-Moderator und Jazz-Mentor Walter Richard Langer betonte in seinen Radiosendungen und Vorträgen immer wieder die offene politische Grundhaltung der Jazzmusik und ihrer Protagonisten. Jazz sei eine Musik, die sich immer über Ressentiments und Vorurteile hinweggesetzt hat. Daher sei sie von totalitären Regimen - egal welcher politischen Richtung - immer mit Argusaugen beobachtet oder sogar gänzlich verboten worden.

Lebendige Auseinandersetzung der Kulturen

"Jazz ist nicht nur ein Musikgenre der Völkerverbindung, sondern auch eine der großartigsten und reichhaltigsten Kunstformen überhaupt", meint Hardo Gruber, Senior Product Manager Jazz bei Universal Music Austria http://universalmusic.at , gegenüber pressetext. Es sei höchste Zeit, dass die UNESCO den Jazz gebührend würdigt. "Wir hoffen, dass viele Menschen diese Botschaft der UNO-Organisation mitbekommen."

"Jazz ist ein Musikgenre, wo man genau zuhören muss", betont Gruber, der selbst ein großer Jazzfan ist. "In Zeiten wie diesen, wo das Nicht-Wahrnehmen so offensichtlich ist, kommt einer solchen Kunstform besondere Bedeutung zu." Gruber kritisiert zudem, dass der Jazz immer noch häufig zu einer "Minderheitenmusik" abgestempelt wird.

"Vielleicht steigt durch die Tatsache, dass es einen Welttag des Jazz gibt, nun auch in Österreich der Stellenwert dieses Genres", so Höpfl. Das gelte speziell im öffentlich-rechtlichen Medium ORF, wo der Jazz noch immer in die Abend- und Nachtstunden verbannt werde. "Vielleicht wird man dort auch einmal munter und lässt sich nicht dauernd durch 'Quotenheischerei' blenden", meint der Experte.

Kontakt

Jazz Club Chur
Andrea Engi
Postfach 55
7006 Chur
        
Tel. 081 252 32 66
Fax 081 250 49 15
Öffnet ein Fenster zum Versenden von E-MailE-Mail Kontakt