Lia Pale feat. Mathias Rüegg:  „The Schumann Songbook“

Samstag, 16. Dezember 2017, 20.00 Uhr,

Klibühni, Das Theater

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Die oberösterreichische Jazz-Sängerin Lia Pale und ihr musikalischer Partner Mathias Rüegg (ehem. Leiter Vienna Art Orchestra; Mitbegründer Porgy & Bess) präsentieren das Ergebnis ihrer intensiven Auseinandersetzung mit dem romantischen Liedgut Robert Schumanns. Sie verbinden gekonnt klassische Musik und Jazz zu einem neuen, spannenden Ganzen.

 

Besetzung:

Lia Pale: vocal, flute, Mario Rom: trumpet, Ingrid Oberkanins: percussion, Hans Strasser: bass, Mathias Rüegg: piano

Vor wenigen Tagen, zu seinem 65. Geburtstag (8. Dez.), hat Mathias Rüegg das SCHUMANN SONG BOOK, nach Schubert und Heine/Rilke das dritte Programm mit der Sängerin Lia Pale, in dem von ihm (mit-)gegründeten Porgy & Bess in Wien erstmals präsentiert und in den Verkauf gebracht. Und schon gibt es das auch beim JAZZ CLUB CHUR! Live! Auch das Vienna Art Orchestra wurde in der 3-tägigen Wiener Portrait-Show wiederbelebt. Leider nichts für uns. 

 

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierte Lia Pale 2013 mit dem Programm „Gone Too Far“ und 2015 mit dem Programm "My Poet's Love". Rüegg bestreitet nun bei uns sein 12. Engagement (meistens war er mit seinem "Vienna Art Orchestra bei uns).

 

Mathias Rüegg sagt zu seinem neuen Programm: Als Komponist, bzw. als Arrangeur stellt sich wieder die Frage, welches Material man verwendet: Eigenes oder Fremdes? Ich hielt es im Laufe meiner Laufbahn so, dass ich in etwa ein ausgeglichenes Verhältnis angestrebt habe. Und nachdem man Jazzmusik auch als „Schwamm“ bezeichnen könnte, der alles in sich aufsaugt, ist es naheliegend, dass die klassische Musik – mit der ich übrigens aufgewachsen bin, auch dazu gehört. Die Übervorlage war Porgy & Bess in der Version von Gil Evans & Miles Davis, daran müssen sich alle Versuche in dieser Richtung messen. Selber hatte ich u.a. Musik von Satie, Gershwin, Strauss, Schubert oder Poulenc bearbeitet - und zwar immer „Takt für Takt“, sprich: mich eng an die Vorlage gehalten. So wie auch bei der (kompletten) Winterreise – das Album sollte noch dieses Jahr erscheinen, dem Vorgänger des Robert Schumann Songbooks.

 

Lia und ich haben nach der Durchsicht der ca. dreihundert Lieder einen eigenen Liedzyklus zusammen gestellt, wobei es dabei um die best mögliche Umsetzung in unser eigenes Genre ging. Im Gegensatz zu Schuberts Einleitungen sind es bei Schumann die Endings, die ins Auge stechen und bisweilen die Türen weit ins 20. Jahrhundert hinein aufstossen. Was für ein Vergnügen! Und natürlich braucht es einen dramaturgisch sinnvollen Bogen für ein Livekonzert, auch das hat bei der Auswahl mitgespielt. Neben der möglichst genauen Umsetzung der Vorlage – Melodie und Form (manchmal mit zusätzlichen Soli) bleiben unangetastet, die Harmonisierung orientiert sich immer am Original, kommt diesmal ein zusätzliches Element ins Spiel: in jedem Stück taucht irgendwo – jedes Mal anders „montiert“, ein Teil der Originalversion (also Stimme und Klavier) auf. Man könnte es wie ein Vexierbild betrachten. Und zusätzlich werden die ins Englisch übersetzten Texte, mit der deutschen Originalversion kombiniert, und auch das immer anders. Ein spannendes und zeitraubendes Unterfangen für uns alle! Und last but not least, ein kleines Detail am Rande: in meiner ersten Rockband 1969 hatte ich die Schumann-Klavierstücke aus dem Album für die Jugend, die ich im Klavierunterricht in der  Volksschule gelernt hatte, bearbeitet.

 

Besetzung:

Lia Pale: vocal, flute, Mario Rom: trumpet, Ingrid Oberkanins: percussion, Hans Strasser: bass, Mathias Rüegg: piano