Konzerte

Mingus Ah Um, Special Guest Jürgen Hagenlocher

Do. 25. April 2019: WEEKLY Jazz at the Marsoel Bar

 

Eintritt frei!

Konzertbeginn: 20.30 Uhr

Location: Marsoel die Bar, Süsswinkelgasse 25, 7000 Chur


LES IS MO - The Music of the Yellowjackets

Do. 09. Mai 2019: WEEKLY Jazz at the Marsoel Bar

 

 

Eintritt frei!

Konzertbeginn: 20.30 Uhr

Location: Marsoel die Bar, Süsswinkelgasse 25, 7000 Chur


Tribute to Art Blakey

Do. 05. September 2019: WEEKLY Jazz at the Marsoel Bar

 

Eintritt frei!

Konzertbeginn: 20.30 Uhr

Location: Marsoel die Bar oder Garten, Süsswinkelgasse 25, 7000 Chur


Carlos Bica Azul

Di. 01. Oktober: WEEKLY Jazz in Concert

 

Eintritt: CHF 25.00

Passivmitglieder / Vereinsmitglieder Jazz Club Chur / KulturLegi: CHF 18.00

Gönner/Jugendliche unter 20 Jahren: freier Eintritt!

 

Konzertbeginn: 20.30 Uhr

Reservationen: info@weeklyjazz.com

Location: Marsoel die Bar, Süsswinkelgasse 25, 7000 Chur


Gabriela Krapf & Horns

Di. 05. November 2019: WEEKLY Jazz in Concert

 

Eintritt: CHF 25.00

Passivmitglieder / Vereinsmitglieder Jazz Club Chur / KulturLegi: CHF 18.00

Gönner/Jugendliche unter 20 Jahren: freier Eintritt!

 

Konzertbeginn: 20.30 Uhr

Reservationen: info@weeklyjazz.com

Location: Marsoel die Bar, Süsswinkelgasse 25, 7000 Chur


Kimm Trio / Björn Meyer Solo

Di. 03. Dezember 2019: WEEKLY Jazz in Concert

 

Eintritt: CHF 25.00

Passivmitglieder / Vereinsmitglieder Jazz Club Chur / KulturLegi: CHF 18.00

Gönner/Jugendliche unter 20 Jahren: freier Eintritt!

 

Konzertbeginn: 20.30 Uhr

Reservationen: info@weeklyjazz.com

Location: Marsoel die Bar, Süsswinkelgasse 25, 7000 Chur


Archiv: 40 Jahre Jazz Club Chur | All Stars Jazzband:  „Jazz – The story 1917 – 2017“

Mittwoch, 8. November 2017, 20.00 Uhr

Auditorium der Graubündner Kantonalbank, Engadinstrasse 25, Chur

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Zum 40-jährigen Jubiläum des Jazz Club Chur ist ein ganz besonderer Leckerbissen in Chur zu sehen: Zehn Musiker, ein Who is Who der Jazzszene, zelebrieren in einer Mutlimediashow die 100-jährige Geschichte des Jazz, soweit sie auf Schallplatten dokumentiert ist. Sie spielen sich durch die verschiedensten Stile und überzeugen durch ihre grossartige Bühnenpräsenz. Nach dem Tournee-Start im berühmten Birdland-Club in New York und Auftritten an namhaften Jazz-Festivals in ganz Europa kommt dieses Grossprojekt nun auch in die Schweiz nach Chur und Locarno. Eine einmalige Gelegenheit, den Jazz in all seinen Facetten kennenzulernen!

 

Besetzung:

Vincent Herring saxophone, flute, Nicolas Bearde vocals, moderation, James Carter saxophone, flute, clarinet, Eric Alexander saxophone, Wycliffe Gordon trombone, Jeremy Pelt trumpet, Jon Faddis trumpet, Mike LeDonne piano, keyboards, Kenny Davis double bass, e-bass und Carl Allen drums

 

Text: Peewee Windmüller vom Schweizer Jazz- und Blues-Magazin "JAZZ 'N' More":

 

Die eigens für dieses Projekt von Vincent Herring gegründete Band feierte bereits im New Yorker Birdland grosse Erfolge. Nun kommt die grossartige Show mit allen Stars auf Teil 2 ihrer Europatournee.

 

Zehn Musiker, ein Who is Who der Jazzszene, zelebrieren in einer Mutlimediashow die 100-jährige Geschichte des Jazz, soweit sie durch Schallplatten dokumentiert ist, spielen sich durch die verschiedensten Stile und überzeugen durch ihre grossartige Bühnenpräsenz. Ein solches Projekt zu lancieren bedeutet als erstes Recherche mit grösster Akribie und kann nur von einer Band bestehend aus hochkarätigen Stars, welche durch ihr Können und Kennen der Geschichte auch aus eigener Erfahrung, gestemmt werden. Dass fast alle Musiker mit Jazzgiganten wie Dizzy Gillespie, Wynton Marsalis, Art Blakey, Lester Bowie oder dem World Saxophone Quartet zusammengespielt haben, ist dem Projekt sehr zuträglich, und jeder Akteur kann seine eigenen Erfahrungen in die Show einbringen.

 

Die Band spielt sich aber nicht einfach durch die verschiedensten Stile und Aeras, sei es Swing, Ragtime, Gypsy-Style, Dixieland, Bebop, Latin, Cool Jazz oder Free Jazz, jeder einzelne Musiker lebt und erlebt diese Zeit im hier und jetzt. Die live gespielte Musik wird mit einer Multimedia Performance ergänzt. Mit historischen Bildern und Tondokumenten wird der Zuschauer auf eine eindrückliche Zeitreise mitgenommen und mit diesem Bezug zu den damaligen Jazzgrössen und deren Spielweise ein noch grösseres Verständnis für die Jazztradition geweckt.

Vincent Herrings Ziel war es, die Musikstile möglichst nahe an den Originalsound heranzuführen. “Es soll aber nicht einfach eine perfekte Kopie sein, sondern nur nahe am Original liegen. Es ist vielmehr der Geist der jeweiligen Zeit, welcher spürbar und hörbar übertragen werden soll”, so Herring.

 

Substanziell war die Zusammenarbeit mit der Zürcher Musikmanagerin Ilse Weinmann. Als ihr Vincent seine Vorschläge für dieses Projekt unterbreitete, war sie sofort begeistert. Zusammen mit Vincent wurden die Bandbesetzung und die Details der Multimediashow festgelegt. Ilse durchstöberte Archive, sammelte die Bild- und Tondokumente zusammen mit einem Multimediaspezialisten – eine Riesenarbeit. Fündig wurden sie vor allem im Schweizer Jazzmuseum „Swissjazzorama“ in Uster, welches viele Dokumente zur Verfügung gestellt hat. “Dieses Projekt ist mir mehr ans Herz gewachsen als manche andere grosse Tourneen für einen Superstar. Es war für mich eine neue Herausforderung und der Gedanke an eine so grossartige Show liess mich nicht mehr los” so Ilse Weinmann. “Auch die Auswahl der einzelnen Stücke zur jeweiligen Aera war ein grosses Stück Arbeit, die Auswahl war nicht einfach, es gab unglaublich viel Material und tolle Musiker, die ihre musikalischen Spuren hinterliessen.

Alle ausgewählten Stücke seit 1917, welche im Jazz neue Aspekte setzten, mussten ja auch arrangiert werden. Aber das Programm zusammen mit der Multimediashow, so wie es heute aufgeführt wird, war jede Sekunde Arbeit wert und ich freue mich auf jeden einzelnen Auftritt in Europa.” 

 

100 Jahre Jazz – The Story wurde 2017 am 7.7. am Villafranca Festival in Verona, am 8.7. am Palatia Jazz in Edenkoben, am 9.7. am North Sea Festival in Rotterdam und am 11.7. am Jazz-Open in Stuttgart aufgeführt.

 

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierten Vincent Herring 2003 mit seinem Quintet (mit Renato Chicco, Essiet Essiet und Joris Dudli), Eric Alexander 2013 mit dem Alexander/Rotondi Quartet (mit Jim Rotondi, Renato Chicco, Bernd Reiter), Mike LeDonne und Carl Allen 1997 mit dem Benny Golson Quartet (mit Dwayne Burno) und Jeremy Pelt 2002 mit dem Lonnie Plaxico Quintet (mit Markus Strickland, George Colligan, Lionel Cordew). 


Archiv: The Nu Band:  „The Cosmological Constant - Dedicated To The Memory of Roy Campbell, Jr.“

Samstag, 18. November 2017, 20.00 Uhr

Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Das seit der Jahrtausendwende bestehende Quartet der bereits etwas angegrauten Jazz-Koryphäen, welche auszogen, um gemeinsam und ohne Bandleader High-Class-Avantgarde-Musik zu machen, gehört weiterhin zum verrücktesten, was der Jazz Club Chur seinem Publikum bieten kann. Die riesige Erfahrung der vier Musiker, von denen jeder sich überaus erfolgreich in zahlreichen Projekten als Komponist, Bandleader oder Sideman weltbekannter Jazz-Stars in verschiedensten, teils archaischen, aber auch allerneuesten Stilrichtungen des Jazz und der neuen Musik hervorgetan hat, zeitigt verblüffende Ergebnisse. Für Spannung und Dynamik ist gesorgt. Vom Dixieland bis zum Experiment werden da alle nur denkbaren Elemente sachkundig verarbeitet. Das ist einfach Weltklasse.

  

Audio Samples: www.lougrassi.com/NuBandAudioSamples.html

 

Besetzung:

Thomas Heberer trumpet, Mark Whitecage altosax, clarinet,  Joe Fonda bass, Lou Grassi drums, percussion 

 

Die  ziemlich schräge und in umwerfender Weise die gesamte Jazzgeschichte aufwühlende NU BAND haben wir dem Churer Publikum bereits 2005 und 2007 und 2014 präsentiert, 05 und 07 mit dem leider 2014 plötzlich verstorbenen Roy Campbell, danach mit dem nicht minder exzellenten Thomas Heberer. 

 

Joe Fonda, ein echter Rumpelstilz, ist ausserhalb der Nu Band schon 2001 und 2015 als einfallsreicher Bassist der Gruppe "Conference Call" mit Gebhard Ullmann, Michael Jefry Stevens und 2001 mit dem Schlagzeuger Han Bennink, 2015 mit George Schuller aufgetreten, und ferner 2003, 2012 und 2017 mit der grossartigen "Fonda/Stevens Group" mit Michael Jefry Stevens, Herb Robertson und Harvey Sorgen.


Profile

 

Thomas Heberer, geb. 1965 in Schleswig, studierte 1984-87 an der Musikhochschule Köln unter Manfred Schoof. Er war Lehrbeauftragter der Musikhochschule Frankfurt/Main (1993-97) und 2007 Gastdozent am kanadischen Banff Centre, ferner Repräsentant Deutschlands bei der EBU Big Band (1998). Vor seinem Umzug nach New York City (2008) war er 12 Jahre lang Mitglied der Begleitband für die Harald Schmidt Show, welche in dieser Zeit an mehr als 1000 TV Shows beteiligt war. Das Wuppertaler Tanztheater verwendet in seinen von Pina Bausch choreographierten Stücken "Für die Kinder von gestern, heute und morgen" (2002) sowie "Ten Chi" (2004) Musik aus den unter Heberers Pseudonym T.O.M. erschienenen CDs Stella bzw. Mouth. Insgesamt hat Heberer mehr als 50 CDs als Sideman und ein Dutzend CDs unter eigenem Namen aufgenommem, u.a. mit Aki Takase, Alex von Schlippenbach, Enrico Rava, David Murray und Han Bennink. Zu hören war er auch mit Attila Zoller, Joachim Kühn, Evan Parker, Charlie Mariano, David Moss, Oliver Lake, Albert Mangelsdorff und Tomasz Stanko. Heberer wurde 1990 der SWR-Jazzpreis und, gemeinsam mit seinem langjährigen musikalischen Partner Dieter Manderscheid, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik zuerkannt, letzterer für das extrem schräge Album "Chicago Breakdown – The Music of Jelly Roll Morton". Als Mitglied von Misha Mengelbergs und Han Benninks Instant Composers Pool (ICP) gewann er 2002 den begehrten Down Beat Critics TDWR-Poll, ausserdem 2004 den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik mit der Aki Takase Band.

 

Der unaufhörlich erfindungsreiche Saxophonist Mark Whitecage, geb. 1937, spielte schon 1955 mit Eric Dolphy, was ihn stark prägte. Nach dem Armeedienst arbeitete er in den 60er Jahren in New York, zeitweise zusammen mit dem Klarinettisten Perry Robinson. Durch Robinson lernte er Gunter Hampel kennen. In dessen Galaxie Dream Band blieb er für 10 Jahre und spielte dabei auch mit Enrico Rava, Anthony Braxton und der phänomenalen Sängerin Jeanne Lee. Auch gehörte er in der damals prominent besetzten New Yorker Loft Szene zum eisernen Bestand. Es entstanden Platten mit Arthur Blythe, Charles Tyler u.a.m. Verschiedentlich trat er mit Paul Bley auf. 1976 spielte er zusammen mit Darius Brubeck Dave Brubeck-Hits. In den 80er Jahren trat er in Gruppen um Perry Robinson auch mit Tony Scott, Kenny Davern, Eddie Daniels und Dewey Redmann in Erscheinung. Ab 1995 war er in Gruppen um Anthony Braxton zu hören, auch als gefeierter Solist in dessen Oper "Trillium R". Später trat er mit Joe McPhee, Steve Swell und Marshall Allen auf.

 

Der versierte Bassist Joe Fonda, geb. 1954 in New York, absolvierte das renommierte Berklee College. 1982-1984 war er Bassist und Tänzer in der Sonomama Dance Company. International vor allem bekannt geworden ist er dann durch seine Tätigkeit in verschiedenen Gruppen von Anthony Braxton, mit welchen er auch zahlreiche CD's eingespielt hat, inkl. Oper Trillium R. (1984 - 1999). Ferner ist er Co-Leader der Fonda/Stevens Group. Zu hören war er auch mit Archie Shepp, Pheeroan AkLaff, Perry Robinson, Kenny Barron, Charlie Persip, Curtis Fuller, Herb Robertson, Barry Altschul, Chico Hamilton, Gerry Hemingway und Lou Donaldson. Verewigt ist er auch auf Dutzenden von CDs. Beim JAZZ CLUB CHUR ist Joe Fonda, ein echter Rumpelstilz, ausserhalb der Nu Band schon 2001 und 2015 als einfallsreicher Bassist der Gruppe "Conference Call" mit Gebhard Ullmann, Michael Jefry Stevens und 2001 mit dem Schlagzeuger Han Bennink, 2015 mit George Schuller aufgetreten, und ferner 2003, 2012 und 2017 mit der grossartigen "Fonda/Stevens Group" mit Michael Jefry Stevens, Herb Robertson und Harvey Sorgen.

 

Der grossartige und extrem schnelle Schlagzeuger Lou Grassi, geb. 1947, hat sich international als Jazzmusiker traditioneller wie avantgardistischer Spielweisen des Jazz etabliert: In den frühen 70er Jahren arbeitete er in experimentellen Gruppen um Sheila Jordan und Jimmy Garrison, welche Musik, Tanz, Sprache und visuelle Kunst miteinander verbanden. Zum 100sten Geburtstag des legendären Ragtime-Pianisten Eubie Blake spielte er 1983 vor grossem Publikum, zu dem auch der damalige US-Präsident Reagan gehörte, in einer Ragtime-Formation in der New Yorker St. Peter's Kirche. Seit 1984 leitet er die "Dixie Peppers", eine auf Swing und Dixieland spezialisierte Gruppe. 1989 war er auf Europa-Tournee mit dem bekannten Swingmusiker Warren Vaché. Danach gab es Auftritte und Projekte mit Charles Gayle, Perry Robinson, Gunter Hampel, Marshall Allen und anderen berühmten Avantgardisten. Seit 1994 arbeitet er in der progressiven New Yorker Avantgarde-Gruppe "The Improviser's Collective". Mit ihr gelangte er als einer der originellsten, kreativsten und versiertesten Drummer in dieser Sparte zu weltweiter Anerkennung. Auch hat er sich über Jahrzehnte als Begleiter und Komponist in der Musical- und Modern Dance Szene einen ausgezeichneten Ruf erworben. Auf zahlreichen CD's ist er zudem zu hören mit John Tchicai, Steve Swell, Sheila Jordan, William Parker, Andreas Böttcher, Roswell Rudd, Burton Green u.a.m.  Mehr Infos, Fotos, Musikbeispiele: www.lougrassi.com

Archiv: Lia Pale feat. Mathias Rüegg: "The Schumann Songbook"

Samstag, 16. Dezember 2017, 20.00 Uhr,

Klibühni, Das Theater

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Die oberösterreichische Jazz-Sängerin Lia Pale und ihr musikalischer Partner Mathias Rüegg (ehem. Leiter Vienna Art Orchestra; Mitbegründer Porgy & Bess) präsentieren das Ergebnis ihrer intensiven Auseinandersetzung mit dem romantischen Liedgut Robert Schumanns. Sie verbinden gekonnt klassische Musik und Jazz zu einem neuen, spannenden Ganzen.

 

Besetzung:

Lia Pale: vocal, flute, Mario Rom: trumpet, Ingrid Oberkanins: percussion, Hans Strasser: bass, Mathias Rüegg: piano

Vor wenigen Tagen, zu seinem 65. Geburtstag (8. Dez.), hat Mathias Rüegg das SCHUMANN SONG BOOK, nach Schubert und Heine/Rilke das dritte Programm mit der Sängerin Lia Pale, in dem von ihm (mit-)gegründeten Porgy & Bess in Wien erstmals präsentiert und in den Verkauf gebracht. Und schon gibt es das auch beim JAZZ CLUB CHUR! Live! Auch das Vienna Art Orchestra wurde in der 3-tägigen Wiener Portrait-Show wiederbelebt. Leider nichts für uns. 

 

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierte Lia Pale 2013 mit dem Programm „Gone Too Far“ und 2015 mit dem Programm "My Poet's Love". Rüegg bestreitet nun bei uns sein 12. Engagement (meistens war er mit seinem "Vienna Art Orchestra bei uns).

 

Mathias Rüegg sagt zu seinem neuen Programm: Als Komponist, bzw. als Arrangeur stellt sich wieder die Frage, welches Material man verwendet: Eigenes oder Fremdes? Ich hielt es im Laufe meiner Laufbahn so, dass ich in etwa ein ausgeglichenes Verhältnis angestrebt habe. Und nachdem man Jazzmusik auch als „Schwamm“ bezeichnen könnte, der alles in sich aufsaugt, ist es naheliegend, dass die klassische Musik – mit der ich übrigens aufgewachsen bin, auch dazu gehört. Die Übervorlage war Porgy & Bess in der Version von Gil Evans & Miles Davis, daran müssen sich alle Versuche in dieser Richtung messen. Selber hatte ich u.a. Musik von Satie, Gershwin, Strauss, Schubert oder Poulenc bearbeitet - und zwar immer „Takt für Takt“, sprich: mich eng an die Vorlage gehalten. So wie auch bei der (kompletten) Winterreise – das Album sollte noch dieses Jahr erscheinen, dem Vorgänger des Robert Schumann Songbooks.

 

Lia und ich haben nach der Durchsicht der ca. dreihundert Lieder einen eigenen Liedzyklus zusammen gestellt, wobei es dabei um die best mögliche Umsetzung in unser eigenes Genre ging. Im Gegensatz zu Schuberts Einleitungen sind es bei Schumann die Endings, die ins Auge stechen und bisweilen die Türen weit ins 20. Jahrhundert hinein aufstossen. Was für ein Vergnügen! Und natürlich braucht es einen dramaturgisch sinnvollen Bogen für ein Livekonzert, auch das hat bei der Auswahl mitgespielt. Neben der möglichst genauen Umsetzung der Vorlage – Melodie und Form (manchmal mit zusätzlichen Soli) bleiben unangetastet, die Harmonisierung orientiert sich immer am Original, kommt diesmal ein zusätzliches Element ins Spiel: in jedem Stück taucht irgendwo – jedes Mal anders „montiert“, ein Teil der Originalversion (also Stimme und Klavier) auf. Man könnte es wie ein Vexierbild betrachten. Und zusätzlich werden die ins Englisch übersetzten Texte, mit der deutschen Originalversion kombiniert, und auch das immer anders. Ein spannendes und zeitraubendes Unterfangen für uns alle! Und last but not least, ein kleines Detail am Rande: in meiner ersten Rockband 1969 hatte ich die Schumann-Klavierstücke aus dem Album für die Jugend, die ich im Klavierunterricht in der  Volksschule gelernt hatte, bearbeitet.

 

Besetzung:

Lia Pale: vocal, flute, Mario Rom: trumpet, Ingrid Oberkanins: percussion, Hans Strasser: bass, Mathias Rüegg: piano


Archiv: Joe Haider Jazz Orchestra & the Sparklettes: "Back to the Roots"

Samstag, 13. Januar 2018 20.00 Uhr,

Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Pianist und Jazz-Legende Joe Haider komponiert seinem Jazz Orchestra mit «Back to the Roots» ein neues Werk auf den Leib: Harmonische, moderne und kreative Jazzmusik für sechs Bläser, Rhythmus-Trio und das Vokalquartett „The Sparklettes“. Letzteres funkelt nicht nur im Quartett, sondern auch jede Sängerin brilliert einzeln als Solistin. In der hochkarätigen Besetzung sind dreizehn der besten Schweizer Jazzmusiker der heutigen Generation vertreten. 

 

Besetzung:

Jazz Orchestra:  Daniel Blanc alto sax, flute, Thomi Geiger tenorsax, soprano sax, alto flute, alto-clarinet, Domenic Landolf tenorsax, soprano sax, clarinet, bass-clarinet, Dave Blaser trumpet, flugelhorn, René Mosele trombone, Lucas Wirz bass trombone, tuba, Joe Haider piano, composition, arrangements, Raffaele Bossard acoustic bass, Dominic Egli drums, percussion  &  The Sparklettes vocal group: Doris McVeigh (Sopran), Isabelle Ritter (Sopran/Mezzo), Nina Gutknecht (Mezzo/Alt), Xenia Zampieri (Mezzo/Alt)

Joe Haider stellt uns mit "Back to the Roots" zu seinem 82. Geburtstag ein neues Projekt vor: 

Seine aktuellen Kompositionen erzählen die Geschichte des Jazz aus seiner ganz persönlichen Vision. In modellhafter Form und in harmonischem Verlauf werden einzelne Partita in orchestraler Besetzung vorgestellt.

 

Das Programm entführt uns auf eine spannende Reise durch die Schweizer und Europäische Jazzgeschichte. Aus den Anfängen seiner Karriere bis in die aktuelle Zeit werden rückblickend spannende musikalische Fragmente erzählt. Sie spiegeln sein spielerisches und kompositorisches Schaffen in seiner Kontinuität und Dichte als selbstbewusster Geist, welcher sich immer offen gegenüber neuen Entwicklungen und Tendenzen zeigte.

 

Joe Haider, den der JAZZ CLUB CHUR seinem Publikum nun seit 1980 zum 20. Mal präsentiert (einsamer Rekord), überrascht uns mit seinem neuesten Projekt einmal mehr: Vor 2 Jahren kam er mit 4 Streichern zu uns. Seither sind in der Schweiz zahlreiche Gruppen mit Streichern unterwegs. Das ist überaus spannend und neu. Haider ist bereits wieder eine Nasenlänge voraus und hat jetzt 4 Sängerinnen. Mal sehen, wie's weitergeht. Der bekannte Posaunist Paul Haag hat sich darüber gewundert, dass er für jeden Auftritt unzählige Anfragen bei den Veranstaltern machen muss, während Joe Haider an jeder Ecke mit offenen Armen empfangen wird, mit kleinen und grossen Formationen und mit immer wieder ganz neuen Projekten. Joe verrät ihm den Grund: "Ich bin halt nicht bloss ein Musiker, ich bin eine Institution." Dass er als herausragender Entertainer auch spannende Geschichten zu erzählen weiss, gehört bei ihm einfach dazu.

 


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Archiv: Echoes of Swing: TRAVELIN' - Celebrating 20 Years on Tour

Samstag, 03. Februar 2018, 20.00 Uhr,

Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

ECHOES OF SWING konzertieren seit nunmehr 20 Jahren in unveränderter Besetzung - ein in der Jazzgeschichte beinah beispielloses Teamwork. In jüngster Vergangenheit wurde das Ensemble vom US-Magazin Downbeat ausgezeichnet und erhielt u.a. in Paris den Prix de L'Académie du Jazz und den Grand Prix du Disque de Jazz sowie den Preis der deutschen Schallplattenkritik. 

 

Besetzung:

Colin T. Dawson trumpet, Chris Hopkins altosax, Bernd Lhotzky piano, Oliver Mewes drums

Zwei Bläser, Schlagzeug und Piano. Diese in der Jazzgeschichte einzigartige, kompakte und wendige Formation erlaubt größte harmonische Flexibilität und bietet Freiraum für agiles, feinnerviges Zusammenspiel. Ohne jede museale Nostalgie schöpfen die vier Musiker beherzt aus dem riesigen Fundus des swingenden Jazz von Bix bis Bop, von Getz bis Gershwin, dabei immer auf der Suche nach dem Verborgenen, dem Exquisiten. Das „Great American Songbook“, die meisterlichen Aufnahmen vorväterlicher Helden sowie Vorlagen aus der Klassik, der Folklore und Pop-Musik bilden klumpenfreien Humus für die Kreativität der Combo. Diese schlägt sich in verblüffenden Arrangements, virtuosen Solobeiträgen und ausdrucksstarken Eigenkompositionen nieder und überschreitet schon längst alle gängigen Klischees und stilistischen Grenzen. 

 

Die zeitgemäße Aufbereitung eines abwechslungsreichen Repertoires und nicht zuletzt die humorvolle Moderation und spontane Bühnenpräsentation machten das Ensemble schon bald nach der Gründung zur gefeierten Attraktion vieler namhafter Festivals und etablierten "Echoes of Swing" an der Spitze der internationalen klassischen Jazzszene. Ausgedehnte Tourneen und weit über 1000 gemeinsame Konzerte führten das Ensemble quer durch Europa, über den Atlantik, nach Japan, Neuseeland und sogar auf die Fidschi-Inseln.

 

Die rasante musikalische Entwicklung der Band ist mittlerweile auf zehn CDs - viele davon preisgekrönt - eindrucksvoll dokumentiert. 2013 wurden ECHOES OF SWING von der weltweit erfolgreichen Plattenfirma 'ACT Music & Vision' unter Vertrag genommen. Kurz darauf erschienen unter neuer Flagge die von der internationalen Kritik gefeierten CDs 'BLUE PEPPER', 'DANCING' und 'BIX - A TRIBUTE TO BIX BEIDERBECKE'. Das nächste mit Spannung erwartete neue ECHOES OF SWING-Album >TRAVELIN' - Celebrating 20 Years on Tour< wird im Rahmen der großen Jubiläumstournee 2018 präsentiert.  

 

 

Colin T. Dawson, geb. 1960 in South Shields (England), Studium am Newcastle College of Art. 1977 erster Auftritt beim Jazz and Heritage Festival der Stadt New Orleans. 1978 Trompetenstunden bei Jazzlegende Jabbo Smith in New Orleans. Auftritte mit Louis Keppard, Preston Jackson, Clark Terry, Ray Brown, Barney Kessel, Buddy De Franco, Milt Hinton, Alton Purnell, Kid Thomas Valentine, Albert Walters, Jake Hanna, Joe Wilder, Harold Ashby, Eddie Durham, Yank Lawson, Bob Haggert, Eddie Locke, Gene Connors, Freddie Kohlman, Chris Barber, Jack Lesberg, Peanuts Hucko, Dusko Goykovich, Scott Hamilton uva. Mehr als 50 CD- und LP-Einspielungen mit u.a. Benny Waters, Billy Mitchell, Butch Miles, Danny Moss, der SDR Big Band (Leitung Paul Kuhn), Sammy Rimington, Trevor Richards uva.

Chris Hopkins, geb. 1972 in Princeton, USA, Studium an der Ruhr-Universität Bochum. Als 22jähriger Auftritt als Pianist beim "Int. Jazz Festival at Sea" mit Clark Terry, Harry "Sweets" Edison, Butch Miles und Eddie Jones. Ab 1996 bei "Engelbert Wrobel's Swing Society" als Pianist, 1997 Gründung von "Echoes of Swing" als Alt-Saxophonist und Leiter. 2001, 2003 und 2006 Europa-Tourneen "Int. Stride Pia-no Summit" mit Louis Mazetier, Bernd Lhotzky, Rossano Sportiello sowie Piano-Legende Dick Hyman. 2006 Piano-Duo Einspielung mit Dick Hyman für das amerikanische Label Victoria Records. Auftritte und musikalische Begegnungen mit Jackie Williams, Hazy Osterwald, Marty Grosz, Kenny Burrell, Louis Bellson, Dan Barrett, Ken Peplowski, Bucky Pizzarelli, Joe Wilder, Henri Chaix, Bent Persson, Jake Hannah, Scott Robinson, Randy Sandke, Antti Sarpila, Dick Sudhalter, Warren Vaché, Howard Alden, Roy Williams uva. Seit 2005 Dozent an der Hochschule für Musik Köln.

Bernd Lhotzky, geb. 1970 in Tegernsee. Klavierunterricht am Richard-Strauss-Konservatorium und an der Hochschule für Musik in München. Kon-zerte mit Randy Sandke, Warren Vaché, Kenny Davern, Bucky Pizzarelli, Bill Allred, George Masso, Al Casey, Scott Hamilton, Howard Alden, Danny Moss, Dan Barrett, Bob Barnard, Jerry Jerome, Ray Bryant uva. CD's u.a. mit Dick Hyman, Ralph Sut-ton, Louis Mazetier, Bob Barnard, Trevor Richards. 1998 wird Lhotzky in Paris der "Grand Prix du Disque de Jazz" verlie-hen. 2001, 2002 und 2004 Auftritte Bernd Lhotzky mit Dick Hyman beim "International Stride Piano Summit" im Rahmen des New Yorker Jazz Festivals "Jazz In July" in der Kaufmann Concert Hall des 92nd Street Y. 2001 wählt das Londoner Klaviermagazin "Piano" Lhotzkys Solo-CD "Stridewalk" unter die 10 besten Neuerscheinungen des Jahres. 2005 künstlerische Leitung für das "Schloss Elmau Swing Festival".

Oliver Mewes, geb. 1967 in Köln, Studium an der Musikhochschule Köln. Auftritte mit Harry Allen, Howard Alden, Dan Barrett, Bob Barnard, Till Brönner, Kenny Davern, Bill Dobbins, Lars Erstrand, Paul Heller, Duke Heitger, Jon-Erik Kellso, Hazy Osterwald, Bucky Pizzarelli, Olaf Polziehn, Frank Roberscheuten, Ack van Rooyen, Bobby Shew, Antti Sarpila, Karl Michael Vogler, Jiggs Whigham, Engelbert Wrobel uva. CD's mit Engelbert Wrobel's Swing Society, Dan Barrett, Bob Barnard, Hazy Osterwald, Olaf Polziehn Trio, Harry Allen, Karl Michael Vogler, The Three Tenors of Swing, Echoes of Swing Orchestra, Echoes of Swing.

 

 

 


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Archiv: Buechi Septet: The contradiction of happiness

Samstag, 17. Februar 2018, 20.00 Uhr,

JuAr, Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Nach den CDs "Flying Letters" und "Shadow Garden" und zahlreichen Konzerten - u.a. am Jazzfest Berlin - legt Sarah Buechi mit "Contradiction of Happiness" ihr drittes Album auf Intakt Records vor. Sie entschloss sich, ihr vorzügliches Quartett mit Stefan Aeby am Klavier, André Pousaz am Bass und Lionel Friedli am Schlagzeug, das seit zehn Jahren besteht, um Estelle Beiner (Geige), Isabelle Gottraux (Viola) und Sara Oswlad (Cello) zu erweitern.

 

Besetzung:

Sarah Buechi voice, composition, Stefan Aeby piano, André Pousaz double bass, Lionel Friedli drums, 

Estelle Beiner violin, Isabelle Gottraux viola, Sara Oswald cello

"Das Resultat überzeugt", schreibt der Journalist Manfred Papst. "Erneut zeigt sie, dass ihre Kompositionen weit mehr sind als gängige Songs mit Strophen, Reimen und Refrain. Auf engstem Raum erzählt sie komplexe Geschichten - poetisch dicht, mit stimmlicher Schönheit und enormem Ausdrucksspektrum. Ihre Musik ist anspruchsvoll, durchdacht, aber auch sehr sinnlich. Das wunderbare 'After We've Kissed' auf dem neuen Album ist das schönste Beispiel dafür."

 


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Archiv: Vincent Herring: Soul Chemistry

Samstag, 10.März 2018, 20.00 Uhr,

Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Vincent Herring haben wir einem sehr grossen Churer Publikum als Leader der grandiosen Grossformation "JAZZ-THE STORY 1917-2017" im November 2017 im GKB-Auditorium vorgestellt. Jetzt gastiert er mit seinem hochkarätig besetzten Quartet im Rahmen einer geradezu gigantischen Europatournee (38 Konzerte innerhalb von 43 Tagen!) bei uns in Chur. Schon 2003 war das Herring Quartet zusammen mit Essiet Essiet, Joris Dudli und dem Pianisten Renato Chicco ein erstes Mal beim JAZZ CLUB CHUR. David Kikoski war 2006 mit dem Seamus Blake-Christophe Schweizer Quintet bei uns, und Joris Dudli ist jetzt schon zum 7. Mal hier: 1978 mit dem Wiener Art Orchester, 1984 mit dem Roman Schwaller Jazzquartet, 1985 mit dem Harry Sokal Quartet und dem Vienna Art Orchestra sowie 1991 mit dem Klaus Ignatzek Quintet.

 

Über viele Jahre haben die Teams Herring/Kikoski und Essiet/Dudli eine besondere Chemie wenn sie miteinander spielen. Die neue Kooperation bringt swingenden und extrem souligen Jazz der heutigen Zeit hervor.

 

Besetzung:

Vincent Herring altosax, David Kikoski piano, Essiet Essiet bass, Joris Dudli drums

Vincent Herring ist ein Saxophonvirtuose mit einer einzigartigen und intensiven musikalischen Stimme. In den frühen 80er Jahren tourte er in Europa und den Vereinigten Staaten mit der Lionel Hampton Big Band und begann kurz danach ein 9 Jahre Engagement mit Nat Adderley. In weiterer Folge arbeitete er dann mit Cedar Walton, Freddie Hubbard, Dizzy Gillespie, Louis Hayes, Art Blakey and The Jazz Messengers, Horace Silver Quintet, Jack DeJohnette’s Special Edition, The Mingus Big Band, Kenny Barron, Nancy Wilson und Dr. Billy Taylor. Als Gastsolist spielte er u. a. mit Wynton Marsalis at Lincoln Center und John Faddis mit der Carnegie Hall Big Band. Nebst diesen beeindruckenden Höhepunkten in seiner Karriere hörte Vincent jedoch nie auf, seine eigenständige Stimme als Bandleader zu entwickeln.

 

Während der 90er Jahre in New York stieg die Karriere von David Kikoski rasant an. Sowohl als Sideman als auch als Leader etablierte er sich neben Jazzgrößen wie John Scofield, Ravi Coltrane, Chris Potter, Dave Holland, Mike Stern, Chick Corea, Bill Stewart, Tom Harrell, Marcus Miller, Michael Brecker, Jack DeJohnette und vielen anderen. 2001 lud ihn Roy Haynes zusammen mit Dave Holland, Roy Hargrove and Kenny Garrett in seine All-Star Band ein. Bei diesem Projekt “Birds of a Feather” wirkten auch Christian McBride und Nicholas Payton mit und das Album “Caribbean Jazz Project”wurde 2004 für einen Grammy nominiert.

 

Wie Vincent Herring war auch Bassist Essiet Essiet jahrelang ein Mitglied bei Art Blakey’s Jazz Messengers. Essiet kommt ursprünglich aus Nigeria und zog dann zuerst an die Westküste, Mitte 1980 nach New York. Auf der internationalen Jazzszene ist sein Name nicht mehr wegzudenken. Er spielte viele Jahre mit Abdullah Ibrahim/Dollar Brand, in Bobby Watson’s Horizon, mit Billy Cobham, Bobby Hutcherson, Danilo Perez, Kenny Barron u. v. a..

 

Joris Dudli konnte sich besonders während seines fast 10-jährigen Aufenthalts in New York vielschichtig musikalisch profilieren. Davor war er schon in jüngsten Jahren zuerst im Austropop und später mit dem Vienna Art Orchestra und dem Art Farmer Quintet etabliert. Es folgten unzählige Konzerte mit internationalen Musikern wie Benny Golson, Chico Freeman, Johnny Griffin, Joe Henderson, Joe Zawinul Syndicate u.v. a.

 


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Archiv: Straymonk (Music by Nathanael Su)

Samstag, 7. April 2018, 20.00 Uhr,

Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Wenn es ein Projekt länger als zehn Jahre gibt, dann muss man es Band nennen. Wenn man sich in der ganzen Zeit auch noch regelmässig trifft um musikalisch in die Tiefe zu gehen und schliesslich die Welt bereist, dann ist dies die absolute Ausnahme in der heutigen musikalischen Welt. Beides trifft auf Straymonk zu.

„Frischer kann 'alter' Jazz nicht klingen“, so beschrieb die Schweizer Illustrierte das Erstlingswerk der Band Straymonk, die sich ganz den Kompositionen von Billy Strayhorn und Thelonious Monk verschrieben hatte. Auf der zweiten CD verarbeitete das Quartett die Musik der grossen Basslegende und Komponisten Charlie Mingus. Das neuste Programm widmet Straymonk sich nun selbst. Im Zentrum steht die wunderbare, neu komponierte Musik von Nathanael Su.

 

Besetzung:

Gabriel Dalvit altosax, Nathanael Su altosax, Dominique Girod bass, Jonas Ruther drums

Die feinen, intelligenten, immer groovenden Kompositionen verarbeitet das Quartett um die beiden Alt-Saxophonisten zu einer reduzierten, eindringlichen Musik, die man, einmal gehört, nicht so schnell vergisst. Dabei bietet bereits die überraschende Wahl der Instrumente – zwei Alt-saxophone, Bass, Schlagzeug – die Grundlage für neue, spannende Interpretationen. Die jahrelange Arbeit an einem gemeinsamen Bandsound und an der Verschmelzung der beiden Altosax-Klangfarben, führt dazu, dass in der Exposition der Themen ein eindringlicher, fast hypnotischer Einklang entsteht. Bei den Solos nutzen die vier Musiker dagegen den Raum für spannende Adaptionen und überraschende Dialoge; frischer kann zeitgenössischer Jazz nicht klingen.

 

Im Mittelpunkt von Straymonk stehen die beiden Alt-Saxophonisten Nathanael Su und Gabriel Dalvit. Die beiden verbindet schon immer die gemeinsame Leidenschaft zum vollen, warmen Altosound. Ergänzt werden die zwei Musiker von einer grossartigen Rhythmusgruppe. Der Kontrabassist Dominique Girod und der Schlagzeuger Jonas Ruther beweisen dabei nicht nur ihre Fähigkeit, den Solisten die nötigen Freiräume und Unterstützung zu geben, sondern setzen selber auch markante Akzente als Solisten.

 

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierte Dominique Girod 2008 mit dem Griffith/Stevens Quartet.

 

Gabriel Dalvit - Alto Saxophone

 

Geboren 1978 in Zürich. Ausbildung an der Musikhochschule Luzern, dort 4 Jahre Schüler von Nat Su. Danach verschiedene Studien u.a. bei Mark Turner und Chris Cheek. 2001 Förderpreis der Friedl-Wald Stiftung. Seit 2000 diverse Auftritte als Bandleader und Sideman im In- und Ausland mit Musikern wie Simon Nabatov, Claire Fischer, Chris 

Wiesendanger, Dominik Egli, Fabian Gisler, Robi Lakatosch usw. 2004 Aufenthalt in New York, begleitet von Gigs mit Jeff Williams , Joe Marti und Mike Kanan. Im selben Jahr Konzerte in Tokyo mit Jutaka Shiina und Band. Seit 2004 Konzertauftritte in Russ-land, Japan, Deutschland und Frankreich, mit der Band Straymonk und dem Yutaka Shiina Quintett. 2015. Duo Konzerte mit dem Pianisten Albert Sanz. 2015 Japan Tour mit Yutaka Shiina, 2016 Konzertauftritte mit dem Albert Sanz Quintett. Seit 2006 un-terrichtet Dalvit am Gymnasium Atelierschule in Zürich, Improvisation.

 

Nathanael Su - Alto Saxophone

 

Geboren 1963 in Zürich. Musikstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz und am Berklee College of Music in Boston, USA (Professional Music Dip-loma). Aktiv in der Schweizer Szene seit 1987, u.a. mit Urs Blöchlinger, Omri Ziegele, Franco Ambrosetti. Trio Arbeit mit Dieter Ulrich und Lindsay Cooper, Stefan Kurmann und Norbert Pfammatter. Mitglied von Herbie Kopf's "Lop-Sided-Band" und "Hip Noses". Leitung von "The International Hashva Orchestra" mit Mark Turner, Mike Kanan, Joe Martin und Jorge Rossi. Festivalauftritte in Europa, Russland, Balkan, Baltikum, Karibik. Werkjahr der Stadt Zürich; Kompositionsauftrag des Kantons Zürich für "The International Hashva Orchestra". Dozent für Saxophon, Ensemble und Jazz Harmonielehre an der Musikhochschule Luzern. Autor eines Lehrmittels für Jazz Harmonielehre, herausgegeben von der Musikhochschule Luzern. Zahlreiche Aufnahmen, u.a. mit Herbie Kopf's "Hip Noses", Herbie Kopf's "Lop-Sided Band", im Duo mit Fredi Lüscher und unter eigenem Namen mit "The International Hashva Orchestra", dem Nat Su Quartett und dem Nat Su Trio.

 

Dominique Girod - Bass

 

Dominique Girod wurde 1975 in Winterthur geboren. 1993 bis 1996 studierte er Jazz und klassischen Kontrabass bei J.-F. Jenny-Clark an der Ecole Normale und an der American School of Modern Music in Paris, anschliessend klassischen Kontrabass am Konservatorium Zürich mit Lehrdiplom 1999. Ab 2000 Komposition bei Michaël Jarrell und elektronische Musik und Theorie bei Gerald Bennett mit Abschluss 2007 an der Zürcher Hochschule der Künste. Dominique Girod wirkte an zahlreichen Konzerten, Tourneen und CD-Produktionen im Bereich Jazz und Neue Musik mit, u.a. mit Day & Taxi, Chris Wiesendanger, Nat Su, Adrian Frey, Daniel Schenker, Benny Golson, Chris Cheek, Ray Anderson, Greg Osby, Kurt Rosenwinkel, Michel J. Stevens, Miles Griffith, Phillharmonische Werkstatt Schweiz, Ensemble für Neue Musik Zürich und mit seiner eigenen Band "Grünes Blatt". Er schrieb Werke für unterschiedliche Besetzungen, wobei sein kompositorisches Interesse besonders auch dem Lied gilt. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, u. a. vom Berio Festival London (2004), Trio Tafeal und vom Ensemble für Neue Musik Zürich. 2003-2004 war er Stipendiat des Landis&Gyr Ateliers in London. 2013 wurde seine erste Oper "l'homme qui rit" von der "Freien Oper Zürich" im Fabriktheater der Roten Fabrik Zürich uraufgeführt. Seit 2001 unterrichtet Dominique Girod Kontrabass am Zürich Konservatorium Klassik und Jazz, seit 2008 auch Theorie am Konservatorium Winterthur und an der ZHdK.

 

Jonas Ruther - Drums

 

 

Seit 2009 ist Jonas Ruther als freischaffender Musiker und Komponist in diversen Bands und Ensembles in der Schweiz und Europa unterwegs. Als Schlagzeuger ist er ein bewusster Klangforscher, Beatbastler und Improvisationsmusiker. 2003 gewinnt er den UIL Championship in den USA als "Most outstanding multiple percussionist". 2006 folgt nach der Matura der Eintritt in die Hochschule Luzern Musik, die er im Juni 2013 mit dem Master in Perfomance mit Auszeichnung bei seinem Lehrer Norbert Pfammat-ter abschliesst. Im selben Jahr wird er von der Jazzschule Luzern als musikalischer Vertreter für das 23. internationalen IASJ Meeting in Arhus, Dänemark gewählt. 2012 ermöglicht ihm ein Stipendium der Friedl Wald Stiftung, für ein halbes Jahr die Jazzszene in NYC kennen zu lernen. Er ist 2013 Stipendiat der Hirschmannstiftung und Finalist der Court und Dienamann Stiftung. Zurzeit arbeitet Jonas Ruther als Solokünstler, so-wie auch als Co-Leader mit Lucca Fries (Piano) für das Duo HELY, mit Tobias Meier (Saxophon) und Dave Gisler (Gitarre) für die Band NOFLORES. Mit dem LUZERNER JAZZORCHESTRA ist er europaweit unterwegs. Ausserdem ist er in den Formationen STRAYMONK und RAPHAEL JOST & LOTS OF HORNS zu hören. Weitere Zusammenarbeiten bestehen mit dem ELIYAH REICHEN QUARTETT FEAT. NICOLAS MASON, den Bands SMIFF, FRANCEPORTER, ROBERT BOSSARD QUARTETT und der Sängerin PAMELA MENDEZ. Neben seinen Konzerttätigkeiten unterrichtet er ein kleines Pensum an der Musikschule der Stadt Zürich und ist Programmleiter und Vorstandsmitglied des Vereins JAZZBARAGGE Zürich.

 


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Archiv: Gebhard Ullmann: Basement Research

Samstag, 28. April 2018, 20.00 Uhr,

Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierte Gebhard Ullmann 1998 mit seiner grossen Formation "Tà Lam Neun" feat. Hans Hassler, 2001 mit Conference Call (Michael Jefry Stevens, Joe Fonda und Han Bennink), 2005 mit Basement Research (Argüelles, Swell, Cleaver und John Hebert) und 2015 mit dem Scott DuBois Quartet und mit Conference Call. Steve Swell war 1988 mit Hank Robert's Black Pastels (mit Tim Berne, Art Baron, Dave Taylor und Joey Baron) bei uns. 

 

Basement Research war das erste Projekt von Gebhard Ullmann für das Label Soul Note in Zusammenarbeit mit dessen legendärem Gründer Giovanni Bonandrini. Aufgenommen in New York und veröffentlicht 1995 war es gleichzeitig der Beginn der Achse Berlin/New York, in deren Folge Ullmann nach New York zog und bis heute dort aber auch in Berlin eine ganze Reihe von hochgelobten transatlantischen Projekten initiierte. Die CD Basement Research präsentierte vier der interessantesten Individualisten der neuen Jazz Generation mit ihrer ganz persönlichen Sicht der Dinge. Sie wurde auf beiden Seiten des Atlantiks hervorragend aufgenommen und war unter anderem monatelang in den US-College-Radio-Jazz-Charts.

 

Besetzung:

Gebhard Ullmann tenorsax, bass-clarinet, Julian Argüelles baritonsax, Steve Swell trombone, Pascal Niggenkemper bass, Gerald Cleaver drums

Die zweite CD Kreuzberg Park East (mit Ellery Eskelin, Drew Gress und Phil Haynes) erschien 2000 bei Soul Note und wurde sogar noch besser als die erste CD aufgenommen. Verschiedene Zeitschriften in Europa und den USA bezeichneten sie als eine der besten CDs des Jahres, eine gar des Jahrhunderts.

 

Nach einer Europa Tournee 1999 auf der Tony Malaby Eskelin ersetzte (CD: Basement Research Live in Münster - NotTwo Records) und einer 5-jährigen Pause erschien Basement Research als neu formiertes Quintett 2004 erneut auf der Szene.

 

Die vierte CD unter dem Titel New Basement Research anlässlich von Gebhard Ullmanns 50. Geburtstag auf Soul Note veröffentlicht, präsentierte Julian Argüelles, Steve Swell, John Hebert und Gerald Cleaver. Sie erhielt im Downbeat mit 4 1/2 Sternen die beste Kritik der März 2008 Ausgabe.

 

Eine sehr erfolgreiche Tournee im Herbst 2007 endete mit einem fulminanten Auftritt beim Berliner Jazzfest.

Die beiden im Krakauer Alchemia Club während dieser Tournee live aufgenommenen CDs Don’t Touch My Music (NotTwo Records) wurden von AllAbout Jazz New York unter die besten Veröffentlichungen des Jahres 2009 gewählt. Die 7. CD erschien 2015 mit dem Titel Hat And Shoes auf Between The Lines.

 

Im April 2018 findet nun die Tournee zum 25-jährigen Jubiläum von Basement Research und zum 60. Geburtstag von Gebhard Ullmann statt. 

 

Biografien (aus wikipedia.de):

 

Gebhard Ullmann (* 2. November 1957 in Bad Godesberg) ist ein deutscher Jazzmusiker (Saxophone, Flöten, Bassklarinette) und Komponist.

Ullmann hatte in seiner Jugend zunächst klassischen Querflötenunterricht. Ab 1976 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg Flöte und Saxophon und nahm daneben Saxophonunterricht bei Herb Geller und Dave Liebman. Laut Angaben seiner Homepage studierte er außerdem von 1977 bis 1983 Medizin. Bereits in dieser Zeit arbeitete er mit dem Gitarristen Andreas Willers im Duo, aber auch in einer Bluesband sowie einem Trio mit Keyboards und dadaistischen Vokalimprovisationen.

Seit 1983 lebte er in Berlin und prägte dort die Szene entscheidend mit. Zudem lebte er seit 1999 in New York City und leitete unterschiedlichste Formationen sowohl in Berlin als auch in NYC. 1984 entwickelten Ullmann und Willers mit Niko Schäuble das gemeinsame Quartett Out to Lunch, das internationale Tourneen unternahm, auf großen Festivals spielte und mit Enrico Rava tourte und auf-nahm. 1987 spielten Willers und Ullmann als Minimal Kidds mit Trilok Gurtu, später traten sie mit Steve Argüelles auf und nahmen mit Bob Stewart, Marvin Smitty Smith sowie Phil Haynes auf. 1991 begann er mit dem Ta Lam Projekt, eine seiner spektakulärsten Besetzungen (bis zu zehn Holzbläser plus Akkordeonist Hans Hassler), mit dem er weltweit auf Festivals gastierte und vier Tonträger veröffentlichte.

1993 rief er zusammen mit Soul-Note-Gründer Giovanni Bonandrini das Projekt Basement Research ins Leben, zunächst ein Quartett mit Ellery Eskelin (später Tony Malaby), Drew Gress und Phil Haynes entwickelte es sich zu einem Quintett (mit Julian Argüelles, Steve Swell, John Hébert später Pascal Niggenkemper und Gerald Cleaver).

Weitere Projekte sind das Clarinet Trio (mit Jürgen Kupke und Michael Thieke bzw. Theo Nabicht, 5 CDs auf Leo Records), das Trio BassX3 (dieses kombiniert zwei Kontrabässe - Chris Dahlgren und Peter Herbert, später Clayton Thomas - mit seiner Bassklarinette und Bassflöte), das transatlantische Quartett Conference Call (mit Michael Jefry Stevens, Joe Fonda und George Schuller), das ebenfalls transatlantische Quartett The Chicago Plan (mit Steve Swell, Fred Lonberg-Holm und Michael Zerang). 2014 veröffentlichte er das Double Trio de Clarinettes (das Clarinet Trio zusammen mit dem französischen Trio de Clarinettes), das Berliner Quartett GULF of Berlin sowie eine Duo-Produktion mit der Vokalistin Almut Kühne. In letzterem Projekt wie auch in einem neuen Solo Programm arbeitete er erstmals mittels sampling und looping. 2017 veröffentlichte er anlässlich seines 60. Geburtstags die erste CD mit dem elektro/akustischen Trio Das Kondensat (mit Oliver Potratz und Eric Schaefer) und gab ein Duokonzert beim Jazzfest Berlin mit dem Schlagzeuger und Pianisten Tyshawn Sorey.

2015 hatte Ullmann seinen 50. Tonträger als Bandleader/Co-Leader veröffentlicht. Als Sideman war er tätig bei in der Springtime von Günter Lenz, in George und Ed Schullers Projekt Schulldogs, im Quartett des New Yorker Gitarristen Scott DuBois, im Berliner Projekt Stereo Lisa, in Chris Dahlgrens Lexicon, in The Silent Jazz Ensemble, der Berliner Grossformation Die Elefanten, in Hannes Zerbes Jazz Orchester, im Berliner Orchester der Pianistin Satoko Fujii und im Projekt Septych des belgi-schen Pianisten Bram de Looze.

Er arbeitet u. a. mit Paul Bley, Satoko Fujii, Armand Angster, Sylvain Kassap, Michael Rabinovitz, Ernst-Ludwig Petrowsky, the Ensemble Percussion de Guinee, Han Bennink, William Parker, Herb Robertson, Bob Moses, Keith Tippett, Frank Gratkowski, Bobby Previte, Glen Moore, Lauren Newton, Andrew Cyrille, Sylvie Courvoisier, Alexander von Schlippenbach, Willem Breuker, Michael Riessler, Rita Marcotulli, Dieter Glawischnig, Tom Rainey, Sergeij Starostin, Beñat Achiary, Frank Möbus oder Ivo Papasov.

Weiterhin arbeitete er in verschiedensten Theater- und genreübergreifenden Projekten u. a. mit Otto Sander oder dem Heiner Müller Projekt von Hannes Zerbe.

Preise und Auszeichnungen:

Für seine Arbeit erhielt er den Julius Hemphill Composition Award (1999) in zwei Kategorien, (gemeinsam mit Willers) den Preis der Deutschen Phonoakademie (1983) und den Jazzpreis des SWF (1987) sowie eine ganze Reihe von Stipendien und Preisen der Stadt Berlin. Die zweite CD seines Ta Lam-Projekts wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 1995 als beste Jazz CD des Jahres ausgezeichnet. Down Beat hat seine CDs Final Answer (2002), The Bigband Project (2004) und New Basement Research (2008) Poetry in Motion (2008) News? No News! (2010) Ta Lam 11- Mingus! (2011) Clarinet Trio 4 (2012) und "Hat And Shoes" (2015) unter den besten Tonträgern des jeweiligen Jahres aufgeführt. Andere renommierte Magazine und Onlineseiten wie AllAbout Jazz New York vergeben regelmäßig Höchstbewertungen für Gebhard-Ullmann-Veröffentlichungen. Die CD Transatlantic erhielt den renommierten Choc des JazzMags in Frankreich. Seit 2005 wird Ullmann im Kritiker-Poll des Down Beat regelmäßig in der Kategorie 'Rising Star' aufgeführt. Im Jahr 2017 erhielt er den ersten Jazzpreis der Stadt Berlin.

 

Julian Argüelles (* 28. Januar 1966 in Lichfield) ist ein britischer Tenorsaxophonist und Komponist. Er ist der jüngere Bruder des Schlagzeugers Steve Argüelles.

Julian Argüelles spielte zunächst Gitarre, wechselte dann aber zur Klarinette. Bereits mit dreizehn Jahren spielte er in seiner Heimatstadt in Jazzbands. Er begann seine musikalische Karriere in Big Bands, wie die European Community Big Band. 1994 kam er nach London und studierte kurz am Trinity College of Music; danach wurde er Mitglied der Formation Loose Tubes, bei der er vier Jahre blieb und zwei Alben aufnahm. 1991 erschien sein erstes Album unter eigenem Namen Phaedrus, mit John Taylor. Das zweite Album Home Truths wurde in Quartett-Besetzung mit Steve Swallow aufgenommen.

Julian Argüelles hat außerdem mit Musikern wie Archie Shepp, Tim Berne, Hermeto Pascoal, Steve Swallow, John Abercrombie, Dave Holland, Peter Erskine, Chris McGregor, Evan Parker, Michael Gibbs, John Scofield, Carla Bley, Dudu Pukwana, Arturo Sandoval, Colin Steele und Giorgio Gaslini gearbeitet und Platten aufgenommen. Er war ebenso Mitglied verschiedener Big Band-Formationen wie der Kenny Wheeler Big Band, Django Bates’ Delightful Precipice und Colin Towns’ Mask Orchestra. Im Juli 1995 nahm Julian Argüelles ein Konzert mit dem Lisbon Symphony Orchestra, das speziell für ihn von Mario Laginha komponiert worden war.

Von der BBC erhielt Argüelles den Auftrag, Musik für Oktett-Besetzung zu schreiben. Sie wurde auf dem Bath International Music Festival 1996 aufgeführt. Mit der Formation entstand auch eine CD, namens Skull View (1997). 1999 erschien die zweite Oktett-CD Escapade. Nach Morton und Cook gehört dieses Album „zu den besten britischen Jazzalben der letzten Zeit“; das Stück The Pow Wow erinnere an die Musik, die John Surman und John McLaughlin auf dem Album Extrapolation gespielt hätten.[1] Daneben schrieb Julian Argüelles Kompositionen für das Apollo Saxophone Quartet, das Berkshire Youth Jazz Orchestra, Walsall Youth Jazz Orchestra, The Fenland Youth Symphony Orchestra, die NDR Bigband und die Royal Academy of Music. 1999 erhielt er in den USA den Jazz Composers Alliance Kompositionspreis. 2004 erschien As Above So Below – ein längeres Werk für Jazzensemble and klassische Musiker, aufgeführt vom Trinity College of Music String Ensemble. Von November 2006 bis Juli 2011 war er Mitglied der hr-Bigband, mit der er auch ein eigenes Projekt Afrika im Exil mit Musik der südafrikanischen Exilanten Chris McGregor, Dudu Pukwana und Johnny Dyani in seinen Arrangements durchführen konnte.[2]

Neben seiner Tätigkeit als Musiker und Komponist unterrichtete er an der Royal Academy of Music, der Guildhall School of Music and Drama, der Glamorgan Jazz School und weiteren Workshops.

 

Steve Swell (* 6. Dezember 1954 in Newark/New Jersey) ist ein US-amerikanischer Posaunist des Creative Jazz

Swell spielte ab dem zehnten Lebensjahr Posaune. Er studierte ab 1973 am Jersey City State College und war Schüler von Roswell Rudd. 1975 kam er nach New York, wo er zunächst mit Musikern wie Lionel Hampton und Buddy Rich, Anthony Braxton und Jemeel Moondoc arbeitete.

Anfang der 1980er Jahre trat er häufig in Broadway-Shows auf. Er spielte in den Bands von Buddy Rich und Lionel Hampton. Bekannt wurde er 1985 durch ein Konzert mit Makanda Ken McIntyre in der Carnegie Hall. Anfang der 1990er Jahre tourte er mit Tim Bernes Gruppe Caos Totale und arbeitete mit Joey Barons Band Barondown und Phillip Johnstons Big Trouble. Außerdem war er Mitglied des The Little Huey Creative Music Orchestra, von Lou Grassis PoBand, von Cecil Taylors Orchestra Humane und Jemeel Moondocs Jus Grew Orchestra. Weiterhin arbeitete er mit Patrick Brennan, Bill Dixon (17 Musicians in Search of a Sound: Darfur, 2008), Butch Morris, John Zorn, Elliott Sharp und Perry Robinson.

1996 erschien sein erstes Album – Observations, eingespielt im Duo mit Chris Kelsey – als Bandleader auf dem CIMP Label, dem zahlreiche weitere als Leader oder Co-Leader folgten. Er arbeitete mit den Bands The Implicate Order, The Transcendentalists und Particle Data Group sowie einer Reihe von eigenen Trio- und Quartettformationen. Regelmäßige musikalische Partner sind Ken Filiano, William Parker und Lou Grassi. 2002 gründete er ein Trio mit dem Bassisten Tom Abbs und dem Schlagzeuger Geoff Mann, das mit Ursel Schlicht zum Quartett erweitert wurde. Mit Biggi Vinkeloe und Harris Eisenstadt bildete er das Trio The Diplomats. Mit Gebhard Ullmann, Fred Lonberg-Holm und Michael Zerang bildet er Ullmann/Swell´s Chicago Plan.

 

Pascal Niggenkemper (* 12. Juni 1978 in Engen, Hegau) ist ein deutsch-französischer Jazzmusiker (Kontrabass und Bandleader).

Niggenkemper lernte zunächst Geige und Klavier, bevor er mit 16 Jahren zum E-Bass und schließlich zum Kontrabass wechselte. Von 1999 bis 2004 studierte er an der Musikhochschule Köln Jazzkontrabass bei Dieter Manderscheid, seit 2002 bei Veit Schüßler klassischen Kontrabass und ab 2005 als Stipendiat des DAAD in New York, wo er an der Manhattan School of Music bei Jay Anderson studierte und den Master erwarb. Er spielte auch in der Landesjugendbigband NRW und im Bundesjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer.

In seiner Beschäftigung mit improvisierter Musik wirkte er an dem Multimedia-Tanzprojekt Turbo Pascale mit, mit Auftritten beim Jazzfestival Moers, der Jazzmesse Jazzahead Bremen und der WDR Jazznight. Des Weiteren war er Mitglied im Trio Sence (Album teine jälg) und arbeitete mit Kristjan Randalu. 2006 spielte er in Los Angeles u. a. mit Maria Schneider, Vince Mendoza und Gonzalo Rubalcaba. Auch wirkte er in der Henry Mancini Institute Big Band an dem Album Elevatiuon mit. 2009 gehörte er der Formation Mizo an. In New York gründete er ein eigenes Trio mit Robin Verheyen (Saxophon) und Tyshawn Sorey (Schlagzeug, Piano), mit dem ein erstes Album für das Label Konnex (pasàpas) und bei Europatourneen Aufnahmen für den WDR und den BR entstanden. Eine weitere Trioformation ist Pascal's Newfield mit dem Gitarristen Scott DuBois und dem Schlagzeuger Jeff Davis.

Mit seinem Trio aus Robin Verheyen und Tyshawn Sorey legte er 2010 das Album Urban Creatures vor. Sein 2011 gegründeten Septett Vision 7, zu dem Frank Gratkowski, Émilie Lesbros, Eve Risser, Frantz Loriot, Christian Lillinger und Els Vandeweyer gehören, präsentierte er bei den Festivals Jazzdor in Berlin (arte live web), Jazz à la Cité in Paris, Vive le Jazz in Köln sowie Jazzdor in Strasbourg sowie beim Pori Jazz. Dessen CD Lucky Prime erschien 2013 bei Clean Feed Records. Sein Trio upcoming hurricane mit Simon Nabatov am Klavier und Gerald Cleaver am Schlagzeug hat 2011 ein gleichnamiges Album veröffentlicht[1] und tourte in Nordamerika.

Niggenkemper spielt seit 2013 auch das Solo-Programm Look with Thine Ears. 2013 präsentierte er das Doppeltrio le 7ème continent auf dem Festival Vive le jazz in Köln.[2] Ferner arbeitete Niggenkemper mit Musikern wie Louis Sclavis, Wolfgang Puschnig, Gunther Schuller, Ingrid Schmoliner oder Steve Slagle zusammen.

 

Gerald W. Cleaver (* 4. Mai 1963 in Detroit) ist ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger und Bandleader des Creative Jazz und der improvisierten Musik. 

Cleaver arbeitete am Anfang seiner Musikerkarriere in der Jazzszene von Detroit, u. a. mit Ali Muhammad Jackson, Marcus Belgrave, Donald Walden und Rodney Whitaker. Er erhielt ein Stipendium und studierte um 1995 an der Jazz-Fakultät der University of Michigan. Während seines Studiums spielte er in der Band von Craig Taborn; in den 1990er Jahren arbeitete er dann u. a. mit Ralph Alessi, Franck Amsallem, Charles Gayle, Chris Lightcap, Joe Morris, Mat Maneri, Roscoe Mitchell, Mario Pavone, Wadada Leo Smith, David Torn, Gebhard Ullmanns Projekt Basement Research und Miroslav Vitouš.

Anfang der 2000er Jahre arbeitete er in der Band von Matthew Shipp, 2005 bei Lotte Anker und im Quartett von Daniel Guggenheim, 2006 bei Liberty Ellman. 2007 wirkte er an Sylvie Courvoisiers Album Lonelyville (Intakt) mit.

Mit seinem Sextett Veil of Names nahm Gerald Cleaver das Album Adjust auf, das 2001 auf dem La-bel Fresh Sounds New Talent erschien und an dem u. a. Mat Maneri, Ben Monder, Andrew Bishop, Craig Taborn und Reid Anderson mitwirkten. Außerdem arbeitet er mit den Formationen Uncle June, Violet Hour, NiMbNl und im Trio von Yaron Herman. 2008 veröffentlichte er das Album Gerald Cleaver's Detroit; 2009 folgte auf dem Label AUM Fidelity das Livealbum Farmers by Nature, an dem William Parker und Taborn mitwirkten. 2011 entstand das Trioalbum Book Of Three mit Taylor Ho Bynum und John Hébert. Cleaver spielte am 1. Juli 2012 auf dem JazzBaltica Festival als Sideman des Tomasz Stańko Quartetts.[1] Mit der Band Black Host (mit Darius Jones, Pascal Niggenkemper, Brandon Seabrook, Cooper-Moore) legte er 2013 das Album Life in the Sugar Candle Mines vor.

 

2013 gewann er in der „Rising Star“-Kategorie als Schlagzeuger die Polls des Down Beat.


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Archiv: Engelbert Wrobel’s International Swing Quartet feat. Nicki Parrott: Peggy Lee & Benny Goodman

Samstag, 20.Okt. 2018, 20.00 Uhr,

Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Nicki Parrott vocal, bass

Engelbert Wrobel clarinet

Thilo Wagner piano

David Blenkhorn vocal, guitar

 

Peggy Lee (1920-2002), eine der bekanntesten amerikanischen Sängerinnen der Swing Ära, arbeitete von 1941 – 1947 mit Benny Goodman zusammen. Als Benny sie zum ersten Mal in Chicago hörte, engagierte er sie sofort für seine Big Band. Sie traten auch gemeinsam in Filmen auf. Ihre erster Hit „Why Don’t You Do Right“ verkaufte sich mehr als 1 Million Mal. Sie war aber auch Schauspielerin und wurde 1956 für ihre Rolle in „Es geschah in einer Nacht“ als beste Nebendarstellerin für den Oscar nominiert. Über Benny Goodman (1909-1986) braucht man nicht viel Worte zu verlieren, er war der „King of Swing“ und gilt bis heute als DER Swingklarinettist. Viele Musikkritiker sind der Meinung, dass Goodman für den Jazz und Swing die gleiche Bedeutung hat wie beispielsweise Elvis Presley für den Rock ’n’ Roll.

Engelbert Wrobel entführt uns mit seiner hochkarätigen, international besetzten Show-Band bravourös in die Welt dieser Swing-Giganten.

 

Nicki Parrott „könnte jeden dazu bringen, Jazz zu lieben“ (Cabaret Szene 2013). „Sie hat diese spezielle Gabe, die man nicht in einem Musikladen kaufen kann (Les Paul). „ ……auch auf die Gefahr hin, als Chauvinist bezeichnet zu werden: Parrott ist die Lady-Bassistin und Sängerin, deren Schönheit mit ihrer Musikalität übereinstimmt.“ (Downbeat November 2010). „Es gibt nur einige wenige Künstler, die Star-Qualitäten haben. Es ist eine Kombination von Talent und Charisma, die sie dazu befähigt, sich aus einer Gruppe abzuheben und ein Publikum zu begeistern.“ (Joe Lang). Engelbert Wrobel „ist ein Meister der Authentizität. Sein vollendetes Klarinettenspiel verbindet höchste musikalische Ansprüche mit bekennender Lebensfreude zu einer unvergleichlichen Bühnenpräsenz.“ „….Engelbert Wrobel als Magier der Klarinette…“ „Wrobel spielt Goodman nicht einfach nur nach, seine Interpretation reflektiert immer perfekt den Geist des großen Bandleaders. Wir hören Goodman auf Engelsflügeln weitergetragen ins 21.Jahrhundert. Fabulös was Wrobel da aus sei nem Instrument zaubert.“ „Lassen Sie sich nicht durch den Namen täuschen. Engelbert Wrobel ist ein deutscher Holzbläser, der einen Sturm entfachen kann.“ (The American Rag). Thilo Wagner ist einer der versiertesten Swing Pianisten der internationalen Swing-Szene. Er spielte mit sehr vielen Größen des Jazz und ist auf über 70 CDs zu hören. Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, USA und Kanada. 1998 gewann er den Solistenpreis des Festivals in Vienne (Frankreich). David Blenkhorn aus Australien ist einer DER Swing-Gitarristen der internationalen Szene. Er besticht durch seine überaus natürliche und swingende Spielweise, ungeachtet ob er in einer Band den Part des rhythmussicheren Begleiters inne hat, oder gerade eines seiner farbenreichen und überaus interessanten Soli spielt. Er besticht auch als hervorragender Sänger.

 


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Archiv: Conference Call

Samstag, 10. Nov. 2018, 20.00 Uhr,

Aula des Schulhauses Stadtbaumgarten

Platzreservation und Auskünfte engi.andrea@sunrise.ch Tel. 081 252 32 66

Gebhard Ullmann tenorsax, bassclarinet

Michael Jefry Stevens piano

Joe Fonda bass

Dieter Ulrich drums

 

Die Band Conference Call existiert seit 1998 und geht zurück auf die Zeit als Ullmann und Stevens in Park Slope (Brooklyn) Nachbarn waren. In Kritiken wird sie als Organismus bezeichnet, der komplex und ausbalanciert im einen Moment und voller Feuer im nächsten ist, der sich in allen Dimensionen und zudem in der eigenen Zeit und derjenigen der Musikgeschichte hin und her bewegt. Über die Jahre hat sich ein einzigartiger Bandsound etabliert, und das Quartett wird in den USA in letzter Zeit häufig als eine der führenden working units des zeitgenössischen Jazz bezeichnet. Conference Call ist ein kooperatives Projekt und mit 7 CD-Veröffentlichungen und über 20 Tourneen auf beiden Seiten des Atlantiks eine äusserst aktive und präsente Band.

 

Beim JAZZ CLUB CHUR gastierte Gebhard Ullmann 1998 mit seiner grossen Formation "Tà Lam Neun" feat. Hans Hassler, 2001 mit Conference Call (Michael Jefry Stevens, Joe Fonda und Han Bennink), 2005 mit Basement Research (Argüelles, Swell, Cleaver und John Hebert) und 2015 mit dem Scott DuBois Quartet und erneut mit Conference Call. 2018 mit Basement Research. "The Fonda/Stevens Group" war 2003, 2012 und 2017 mit dem Trompeter Herb Robertson und dem Schlagzeuger Harvey Sorgen bei uns. Michael Jefry Stevens war ausserdem 2008 mit dem Sänger Miles Griffith und 2010 mit der Sängerin Joyce Cobb hier zu hören, Joe Fonda 2005, 2007 und 2017  mit "The NU Band".

 

Gebhard Ullmann wurde 1957 in Bad Godesberg geboren, studierte in Hamburg und lebt seit 1983 in Berlin. Später ging er als professioneller Komponist, Saxophonist (Sopran & Tenorsaxophone), Bassklarinettist und Floetist (Piccolo, Concert, Alto und Bassfloeten) nach New York. Er gilt als eine der führenden Musikerpersönlichkeiten sowohl der Berliner als auch der internationalen Szene und hat 50 CDs als leader oder co-leader auf renommierten Labels wie Black Saint / Soul Note (Italien), Leo Records (England), Between The Lines (Deutschland), 482 Music (USA), CIMP Records (USA), Songlines Recordings (Kanada), Intuition Records (Deutschland) und NotTwo Records (Polen) veröffentlicht. Für seine Arbeit erhielt er viele Preise darunter den Julius Hemphill Composition Award (’99), den Preis der Deutschen Phonoakademie (’83), den Jazzpreis des SWF (’87) und mehrere Preise und Stipendien der Stadt Berlin (’90er). Die zweite CD seines ‚Ta Lam‘ Projekts wurde von der Deutschen Schallplattenkritik 1995  als beste Jazz CD des Jahres nominiert. Seine CDs ‚Final Answer‘ (2002) und ‚The Bigband Project‘ (2004) wurden vom renommierten Magazin Downbeat unter den besten 10 CDs des jeweiligen Jahres aufgeführt. Ullmann bereiste mit seiner Musik sowohl Europa als auch Afrika und Nahost, die USA, Australien, Neuseeland, Südostasien, Kanada und Mexiko. 1993 wurde Ullmann vom renommierten Jazzlabel Soul Note unter Vertrag genommen und lebt seitdem zeitweise in New York. Seine Veröffentlichungen wurden von der Kritik auf beiden Seiten des Atlantiks gefeiert und erreichten Top-Positionen in den amerikanischen Radio-Jazz-Charts. 2005 wurde er im Critics Poll des Downbeat zum ersten Mal in der Kategorie ‚Rising Star‘ nominiert. Ullmann arbeitete mit Paul Bley, Andy Emler, Han Bennink, Satoko Fujii, William Parker, Barry Altschul, Herb Robertson, Marvin ‚Smitty‘ Smith, Laurent Cugny, Ellery Eskelin, Bob Moses, Keith Tippett, Frank Gratkowski, Sergeij Starostin, Tiger Okoshi, Bobby Previte, Ernst Ludwig Petrowsky, Glen Moore, Trilok Gurtu, Ab Baars, Lauren Newton, Andrew Cyrille, Sylvie Courvoisier, Steve Swell, Lee Konitz, Alexander v. Schlippenbach, Hans Hassler, Willem Breuker, Tom Rainey, Enrico Rava, Michael Riessler, Rita Marcotulli, Michael Moore, Bob Stewart, Tony Malaby, Drew Gress, Michael Rabinowitz, Bob Stewart, Dieter Glawischnig, Matt Wilson, Ivo Papasov, dem Ensemble „Percussion De Guinee“, dem europaeischen Radioorchester und vielen anderen.

 

Michael Jefry Stevens, geb. 1951 in New York, steht heute fest und als grosser Könner auf zwei Säulen: Er pflegt modernen Mainstream Jazz einerseits und kreative improvisierte Musik anderseits. Bis es soweit war, hat er lange gebraucht. Selbstverständlich war er schon immer Musiker und empfing seine ersten Pianostunden schon als 5-jähriger Bub. Als er 8 Jahre alt war, zog die Familie nach Florida. Jahrelang machte er dann Rock & Roll und spielte Farfisa Orgel. Mit zunehmender Begeisterung befasste er sich mit Jazz. 1980 kam er nach New York zurück. Dort studierte er intensiv und lange bei Sir Roland Hanna, Jimmy Heath und Donald Byrd am Queens College. Oft war er in dieser Zeit auch auf Tournee, zunächst mit der Gruppe Liquid Time des legendären Saxophonisten Marc Whitecage, dann 1988-90 als Co-leader mit dem exzellenten Mosaic Sextet (mit Dave Douglas, Mark Feldman, Michael Rabinowitz, Joe Fonda und Harvey Sorgen). Es folgten Auftritte, nationale und weltweite Tourneen und mehr als 80 CD-Produktionen mit eigenen und fremden Bands, so mit dem Stevens, Siegel & Ferguson Trio, mit der Fonda-Stevens Group (12 CDs ab 1992 bis heute), mit Conference Call, mit The Equinox Trio (mit Dominic Duval), mit dem Duo Haiku (mit Mark Feldmann), mit dem Griffith/Stevens Quartet und mit so bekannten Musikern, wie Gerry Hemingway, Dave Liebman, Valery Ponomarev, Leo Smith, Perry Robinson, Matt Wilson und Cecil Bridgewater. Seine rege Lehr- und Kompositionstätigkeit ist belegt durch zahlreiche Auszeichnungen, Engagements und Arbeiten: über 320 Kompositionen für Pianosolo, Gesang, Streichquartette, Combos, Big Bands usw. tragen seinen Namen, er gab Workshops in Argentinien, Mexiko und Liechtenstein, er unterrichtete 1990-92 am Five Towns College, beim renommierten Wettbewerb "Monaco International Jazz Composition" erhielt er 1998 den 2. Preis, er gab 2002 Kurse an der Royal Academy in Dänemark und ab 2002 am Rhodes College in Memphis, 2007 erhielt er  einen "Professional Development Support Grant" von der Tennesee Art's Commission, 2009 wurde er "Steinway" Performing Artist. In neuester Zeit war er tätig mit den Gruppen Eastern Boundary Quartet aus Ungarn (mit  Balazs Bagyi und Mihaly Borbely), the "Brain Inventory Trio" aus Finnland (mit Esa Pietila und Juho Laitenen), dem Ewald Hügle Quartet (mit Christian Weber und Dieter Ulrich) sowie mit einem Quartett um Brian "Breeze" Cayolle aus New Orleans. Auf seiner CD (2014) mit dem Wendy Jones Quartet sind 11 Kompositionen von ihm zu hören.

 

Joe Fonda, geb. 1954 in Amsterdam/New York, studierte anfangs der 1970er Jahre Bass an der Berklee School of Music. 1979-85 arbeitete er  im Creative Musicians Improvisors Forum von Leo Smith und war Bassist im American Tap Dance Orchestra von Brenda Bufalino. 1982-86 war er Bassist und Tänzer bei der Sonomama Dance Company. 1984-99 tourte er weltweit in verschiedenen Bands von Anthony Braxton. 1994 bis 1999 war er zudem im Vorstand, ab 1997 als Vorsitzender, der bedeutenden Tri-Centric Foundation und Mitglied des von Braxton geleiteten, zeitweise 38-köpfigen Tri-Centric Orchestra. An der Premiere von Braxtons Oper "Shalla Fears for the Poor" in New York spielte er 1996 den Bass. 2001-11 war er musikalischer Leiter des Connecticut Composers and Improvisers Festival. Seit Jahren ist Fonda auf unzähligen Tourneen und mit CD-Produktionen beschäftigt mit der Fonda-Stevens-Group, mit Conference Call sowie mit The Nu Band, The Fab Trio und Bottoms Out. Sehr präsent, auch an zahlreichen Festivals, war er insbesondere in den USA, in Kanada, in Europa und in Asien. Mit der Gruppe From the Source ist er unterwegs mit der Steptänzerin Brenda Bufalino, der Sängerin Vicki Dodd und drei Jazzmusikern. Besonders spannend ist seine Gruppe The Off Road Quartet, in welcher Musiker aus 4 Ländern ihre verschiedenen Kulturen aufenanderwirken lassen: Xu Fengxia aus China, Carlos Zingaro aus Portugal und Lukas Niggli aus der Schweiz. In weiteren Auftritten und Tourneen war Fonda auch zu hören mit Archie Shepp, Mark Whitecage, Ken McIntyre, Lou Donaldson, Bill and Kenny Barron, Perry Robinson, Dave Douglas, Curtis Fuller, Bill Dixon, Han Bennink, Bobby Naughton, Randy Weston, Carla Bley, Barry Altschul, Herbert Joos und Billy Bang.

 

Dieter Ulrich, geb. 1958 in Zürich, 1965 bis 1980 Klavierstudium bei Irma Scheichet, daneben autodidaktisches Schlagzeugspiel. Erste Erfahrungen als Co-Leader verschiedener Bands mit Harald Haerter. Professioneller Einstieg mit den Gruppen "Puls" und Omri Ziegele Quartett. Studium der Kunstwissenschaft und der Geschichte des Mittelalters. Nationalfonds-Stipendium 1991-93. Seither Publikationen im Bereich Skulptur des 18. und 19. Jahrhunderts sowie zur Klassizismustheorie. Von 1983 bis zu dessen Tod 1995 Zusammenarbeit mit Urs Blöchlinger, ausserdem Konzerte und/oder Aufnahmen, mit Omri Ziegele, Glenn Ferris,  Luten Petrowoski, Tom Varner, Nathaniel Su Trio, Werner Lüdi Sunnymoon, Trevor Watts, Lindsay  L. Cooper, Christoph Gallio, Christoph Baumann, Jacques Siron, Urs Voerkel, Alfred Zimmerlin, Co Streiff, Jürg Solothurnmann, Vinny Golia u.a., sowie mit eigenen Formationen. Auftritte in Willisau, Zürich, Genf, Berlin, Köln, Donaueschingen, Mailand, Grenoble sowie weltweit zwischen Archangelsk, Madagaskar, Bangalore und Moskau. Seit 1986 zahlreiche musikszenische Produktionen mit Daniel Mouthon und Alfred Zimmerlin. 1988 Werkbeitrag und Einladung ans Jazz-Festival Zürich mit "The Remaining to the Left" (Dieter Ulrich Quartet). 2002/03 Live-Musik-Filmprojekt "pane per tutti" mit Christoph Baumann, Jacques Siron, Lucilla Galeazzi und Gianluigi Trovesi. Mitglied diverser CH-Bands, z.B. Noisy Minority, Chris Wiesendander Trio und Christoph Grab Quartett. Co-Programmacher des Zürcher "Unerhört"-Festivals und des Jazzclubs Allmend in Oberengstringen. Mit Gabriela Friedli erscheint demnächst eine Intakt-CD.


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